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Nettetal
Flüchtlinge sollen womöglich länger bleiben

Nettetal. Die Ankunft von Flüchtlingen im Sport- und Erlebnisdorf des Landessportbundes in Hinsbeck verzögert sich.

Bereits am Dienstag, 1. Dezember, sollten hier 357 Menschen ankommen, doch Klaudius Küppers und sein Team warten bislang vergeblich. "Gegenwärtig ist geplant, die Einrichtung ab Montag, dem 7.12. betriebsbereit zu melden", teilte Stefanie Klockhaus von der Bezirksregierung auf Anfrage mit. Dann könne die landesweit zuständige Bezirksregierung Arnsberg die Zuweisung veranlassen. Angesichts der angespannten Situation "müssen längere Laufzeiten für die Einrichtungen anvisiert werden".

Das kann bedeuten, dass Hinsbeck länger als vertraglich vereinbart (bis 29. Februar) gebucht werden soll. "Wir haben einen gültigen Vertrag", ließ LSB-Sprecher Frank-Michael Rall lediglich mitteilen. Verwunderung auch bei der Stadt Nettetal: "Darüber haben wir keine Informationen", meinte Roswitha Karallus. Betreuen soll der DRK-Kreisverband die Flüchtlinge. Darüber hinaus mussten wegen möglicherweise längerer Laufzeiten "Anforderungen an den Vertrag", so Klockhaus, "angepasst und Nachfragen geklärt werden". Verwunderung beim LSB - Rall: "Davon ist uns nichts bekannt."

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(jobu)