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Neuss
1800 Schüler laufen für den Frieden

Neuss. Gestern fand die zweite Auflage der Spenden-Aktion im Rennbahnpark statt. Von Simon Janssen

Reiner Breuer war zu Scherzen aufgelegt. "Schirmherr Hermann Gröhe kann heute zwar nicht anwesend sein, aber ein Schirm wird heute wohl auch nicht gebraucht", kalauerte der Bürgermeister ob des zwar bewölkten, aber weitestgehend trockenen Wetters. Wenige Minuten später ertönte auch schon der Startschuss für den sogenannten Friedenslauf, zu dem gestern rund 1800 Neusser Schüler und Lehrer in den Rennbahnpark kamen. Mit dabei waren Kinder und Jugendliche der Albert-Schweitzer-Schule, des Alexander-von-Humboldt-Gymnasiums, der Gesamtschule Nordstadt, des Marie-Curie-Gymnasiums, der Sekundarschule Neuss und der Realschule Südstadt.

"Im Fokus steht die Projektarbeit mit Geflüchteten im Libanon und in Deutschland", erklärte Pola Brünger vom Verein "Ziviler Friedensdienst" (forumZFD), der den Lauf organisiert. Unter dem Motto "Vielfalt leben! Gemeinsam für den Frieden" gingen bei den Läufen deutschlandweit mehr als 16.000 Schüler in acht Städten an den Start. Unter anderem in Darmstadt, Berlin, Bremen - und gestern zum zweiten Mal in Neuss. Vor dem Lauf hatten die Läufer private Sponsoren gesucht, die pro gelaufener Runde einen zuvor festgelegten Betrag spendeten. Im Vorjahr wurden in Neuss rund 25.000 Euro gesammelt.

Vor dem Friedenslauf bereiteten sich die teilnehmenden Schüler nicht nur sportlich, sondern auch inhaltlich vor: Ein Bildungsprogramm mit dem Titel "Fluchtursachen verstehen - Geflüchtete willkommen heißen" zeigte den Schülern im Vorfeld die Entstehung von Fluchtursachen durch globale Zusammenhänge auf. Workshops, Vorträge und zwei Bildungshefte zum Thema luden die Kinder und Jugendlichen ein zu reflektieren, wie Fluchtursachen auch in ihrem Lebensstil und Konsumverhalten begründet liegen.

"Nach dem tollen Erfolg des ersten Neusser Friedenslaufes im vergangenen Jahr freue ich mich besonders, dass auch in diesem Sommer wieder Neusser Schülerinnen und Schüler ein Zeichen für den Frieden setzen. Ich hoffe, dass sich viele Sponsoren finden", sagte Bürgermeister Breuer, der zwar nicht mitlief, aber bei den gemeinsamen Aufwärmübungen vollen Körpereinsatz zeigte.

Quelle: NGZ
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