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Neuss
Ausbau des Freithofs liegt nach Klage zunächst auf Eis

Neuss. Bürgermeister Reiner Breuer hat die schon im Bauausschuss verabschiedeten Pläne für den Umbau des Freithofs noch einmal angehalten. Im Rat hieß es am Freitag lapidar, der Tagesordnungspunkt solle noch einmal vertagt werden. Hinter diesem nüchtern klingenden Vorgang verbirgt sich eine echte Überraschung: Es soll wieder Gastronomie auf dem Platz zwischen Quirinus-Basilika und GWG-Verwaltung angesiedelt werden. Von Christoph Kleinau

Mit dem Stopp des Verfahrens soll eigentlich dessen Erfolg beschleunigt werden. Denn der Pächter des Lokals "Schwan" am Markt, der auch im Sinne der Stadt auf dem Freithof einen Biergarten angelegt hat, hat gegen die vorzeitige Kündigung seines Pachtvertrages geklagt. Weil die Dauer des Verfahrens ebenso wenig abzusehen ist wie dessen Ausgang, will die Stadt sich mit dem Kläger nun gütlich einigen. Darin sieht Bürgermeister Breuer die einzige Chance, dass mit dem Umbau in diesem Jahr überhaupt begonnen werden kann.

Der Vorstoß, diese bei der Umgestaltung des östlichen Freithofs zunächst ausgespart gebliebene Fläche endlich anzugleichen, war nach dem Pfingststurm "Ela" 2014 noch von Alt-Bürgermeister Herbert Napp unternommen worden. Ihm war auch der bestehende Biergarten ein Dorn im Auge - zumindest in der tatsächlich gewählten Form.

Bei diesem Vorhaben sei darauf geachtet worden, erinnert Planungsdezernent Christoph Hölters, dass auf der neuen Fläche Gastronomie prinzipiell möglich ist. Optimal aber wäre, "wenn man versucht, die Fläche der GWG in die öffentliche einzubeziehen". Dann könnte der Biergarten direkt an der Rückseite des Hauses platziert werden, in dem auch der "Schwan" ist. Das müsste verhandelt und dann in den Plänen berücksichtigt werden.

Quelle: NGZ
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