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Neuss
EU-Parlament: Hamacher will auf Florenz folgen

Neuss. Die Nachricht ist gerade erst öffentlich, da fliegen schon erste Hüte in den Bewerberring: Der Europaabgeordnete Karl-Heinz Florenz wird seine Tätigkeit im Europäischen Parlament zum Ende dieser Wahlperiode 2019 beenden. Dies gab er jetzt im Rahmen der jüngsten Sitzung des CDU-Bezirksvorstands in Krefeld bekannt. "Europa war fast 30 Jahre meine große Passion, aber jetzt ist die Zeit gekommen, der jungen Generation den Staffelstab zu übergeben", wird der 70 Jahre alte Politiker aus Neukirchen-Vluyn in einer Mitteilung der CDU zitiert. Von Simon Janssen

Der Niederrhein-Vorstand der CDU ist sich darüber einig, dass der Bezirksverband im ersten Halbjahr 2018 über einen Nachfolger für Florenz als CDU-Kandidaten für das Europa-Parlament beraten wird. Dieser könnte aus Neuss kommen - und zwar in Person von Andreas Hamacher. Auf Nachfrage unserer Redaktion bestätigte der zweite Vorsitzende der Neusser CDU seine Kandidatur. "Ich bin überzeugter Europäer und möchte gerne zum weiteren Gelingen der gemeinsamen Bemühungen im Staatenverbund der EU beitragen", so der 35-Jährige. Neben der wirtschaftlichen Zusammenarbeit, der Errungenschaft der Währungsunion und der aktuell vorangetriebenen Realisierung des digitalen Binnenmarktes sieht Hamacher weitere wichtige Aufgabenfelder für die EU - zum Beispiel Kulturförderung und europäische Vernetzung junger Menschen durch Austauschprogramme und Förderung von EU-Projekten an Schulen. Doch Hamacher, als Jurist unter anderem mit Beratungstätigkeiten im Europarecht beschäftigt, betont, dass es abzuwarten gilt, welche weiteren Bewerber noch ihr Interesse bekunden. Zunächst stehe eine Abstimmung auf Kreis-Ebene an. Und auf dieser Ebene bekommt Hamacher offenbar Konkurrenz. Denn wie der Neusser CDU-Chef Jörg Geerlings auf Nachfrage betonte, möchte auch die Kaarster Ratsfrau Dilek Haupt kandidieren.

Quelle: NGZ
 
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