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Quirinus-Gymnasium
Mit Müntefering im Religionsunterricht

Neuss. Franz Müntefering war SPD-Parteivorsitzender, Arbeitsminister und Vizekanzler - er war und ist aber auch Mitglied des Stiftungsbeirates des es Deutschen Hospiz - und Palliativdienstes. In dieser Eigenschaft war der Sauerländer ein gefragter Gesprächspartner am Quirinus-Gymnasium, wo sich die Religionskurse des 9. Jahrganges wochenlang mit dem Thema Sterbehilfe beschäftigt hatten. Nachdem sie Fallbeispiele studiert, das Model der Niederlande kennen gelernt, sowie christliche und philosophisch orientierte Positionen erörtert hatten, wollten sie mit dem Politiker zum Abschluss die Positionen des Bundestagesdiskutieren.

Müntefering ist ein Gegner der "aktiven Sterbehilfe", die er als "Hilfe zur Selbsttötung" bezeichnet. 90 Minuten sprach er mit den Gymnasiasten und deren Lehrerinnen, Monika Paul und Selina Piccinini, denen er auch seine persönlichen Erlebnisse mit dem Tod seiner Frau nicht vorenthielt. Es sei unsere Pflicht, alles dafür zu tun, Sterbewilligen den letzten Gang so würdevoll wie nur möglich zu gestalten, sagte Müntefering, der den Ausbau der Palliativmedizin und die Hospizbewegung für große Errungenschaften hält.

Quelle: NGZ
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