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Neuss
Mönchengladbach verzichtet auf Klage gegen Möbelhaus

Neuss: Mönchengladbach verzichtet auf Klage gegen Möbelhaus
Auch in Düsseldorf wird die Klage gegen das Höffner-Haus kritisiert. FOTO: Höffner
Neuss. Die Stadt Mönchengladbach wird nicht gegen den geplanten Bau eines Höffner-Möbelhauses im Neusser Hammfeld klagen.

Eine Mehrheit im Hauptausschuss der Nachbarstadt fand das für das Großprojekt erarbeitete Gutachten überzeugend, das nur geringe Auswirkungen auf den Mönchengladbacher Einzelhandel annimmt. Allein die CDU riet zum Rechtsweg.

Innerhalb der nun abgelaufenen Frist hat damit alleine die Stadt Düsseldorf Klage eingereicht. Fristwahrend, wie es hieß. Eine Klagebegründung steht noch aus, teilte der Erste Beigeordnete Frank Gensler den Vorsitzenden der Ratsfraktionen mit. Erst wenn die vorliegt, werde die Stadt auf dieses Klagebegehren erwidern. Allerdings wehrt sich Bürgermeister Herbert Napp gegen den Verdacht, Neuss hätte der Stadt Düsseldorf die Unterlagen zu spät zur Überprüfung zugeleitet. Mit der Baugenehmigung würden nie sofort sämtliche Unterlagen weitergegeben – "Dann müssten wir ja ganze Kartons verschicken", sagt Napp –, doch könnte jedes Gutachten nachgereicht werden. Diesen Bedarf hätte Düsseldorf erst spät artikuliert.

Hammfeld: Bauarbeiten für Möbelhaus gehen voran FOTO: Urs Lamm

Christoph Napp-Saarbourg hat interessiert zur Kenntnis genommen, dass in Düsseldorf die gleiche Frage kritisch gesehen wird, die auch dem Neusser Einzelhandel Kopfzerbrechen bereitet: der Umfang der Nebensortimente. "Ich bleibe dabei", sagt der Vorsitzende der Zukunftsinitiative Innenstadt Neuss (ZIN), "10 000 der 46 000 Quadratmeter Verkaufsfläche werden mit Dingen bestückt, die mit Möbeln wenig zu tun haben." Er habe immer dafür geworben, dass der Investor Maß hält bei diesen Sortimenten – und fühlt sich nun bestätigt. Die Klage, sie könnte auch als Warnschuss gewertet werden.

Dabei ist diese Klage auch in Düsseldorf nicht unumstritten. Manfred Neuenhaus (FDP) meint schlicht, der Neusser Einzelhandel sie keine Konkurrenz für Düsseldorf, und der OB-Kandidat Thomas Geisel (SPD) findet: "Düsseldorf agiert in der Region leider nicht als guter Nachbar."

(-nau/jüma/ho-)
 
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