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Landratskandidaten
Pamatat will mehr Polizeipräsenz

Neuss. Der Zentrums-Politiker führt in Dormagen eine Anwaltskanzlei.

Rhein-Kreis (schum) Adolf Robert Pamatat geht mit dem größten Erfahrungsschatz in die Wahl um das Landrats-Amt: Für den 55-Jährigen ist es bereits die dritte Kandidatur nach 2004 und 2009, wo er für das Zentrum sich dem Votum der Wähler im Rhein-Kreis Neuss stellte. Der Dormagener steigerte seine prozentuale Ausbeute von 2,7 Prozent (2004) auf 3,4 Prozent. "In Dormagen waren es über sieben Prozent", sagt der Jurist. Das wäre am 13. September sein Traumergebnis auf Kreisebene.

Im Gespräch wird deutlich, dass Pamatat stolz darauf ist, dass die Zentrums-Partei einen eigenen Kandidaten aufgestellt hat. "Dass die Volkspartei SPD es nicht geschafft hat, einen eigenen Kandidaten aufzubieten, ist ein Zeichen von partieller Unfähigkeit", kritisiert er. "Es ist doch klar, dass nicht alle Parteien und auch Wähler aus diesem Fünfer-Bündnis für ihren gemeinsamen Kandidaten stimmen werden." In Dormagen, wo er im Ortsteil Stürzelberg am Rhein geboren wurde und wo er aufgewachsen ist, genießt die Zentrums-Partei traditionell einen deutlich größeren Rückhalt als in anderen Kreis-Kommunen. Dort war sein Gesicht auf den Wahlplakaten schon frühzeitig sehr präsent .

Der Zentrumspolitiker setzt voll und ganz auf die Karte Bürgernähe. "Es reicht nicht, bei Einweihungen oder im Wahlkampf präsent zu sein", sagt er in Richtung des Amtsinhabers Hans-Jürgen Petrauschke. Dazu habe er ein 10-Punkte-Programm aufgestellt. "Mir geht es um eine ganz starke Hinwendung zum Bürger." Pamatat schlägt vor, "Teile von Kreisangelegenheiten zurück in die Rathäuser zu geben. Dort besteht eine größere Nähe zwischen Sachbearbeiter und Bürger. Dem Kreis sollen keine Aufgaben entzogen werden, er soll sie delegieren". Die Polizeipräsenz im Rhein-Kreis müsse stärker sein, um Einbrüche zu verhindern, Angehörige, die Schwerstkranke zu Hause pflegen, müssten durch Unterbringung in Kurzzeitpflege oder durch Tagespflege stärker entlastet werden. Ein Ärgernis, das Pamatat als Landrat beseitigen würde, ist die Erreichbarkeit von Mitarbeitern des Jobcenters: "Die müssen für Bürger direkt anwählbar sein statt in einem Callcenter zu landen."

Pamatat führt als Anwalt eine eigener Kanzlei. Während des Studiums war er in der Rechtsberatung des Mietervereins tätig. Seine politische Laufbahn startete er 1994 als Mitglied des Zentrums, gehörte als Sachkundiger Bürger diversen Ausschüssen an. Er ist einer der Gründungsväter der IG Deich. Der verheiratete Familienvater (zwei Kinder) ist in seiner Freizeit ein "leidenschaftlicher Schwimmer". Sein Wunsch für den 13. September: "Eine rege Wahlbeteiligung."

Quelle: NGZ
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