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Radevormwald
Betriebshof ist auf den Winter vorbereitet

Radevormwald: Betriebshof ist auf den Winter vorbereitet
Betriebshofleiter Norbert Petri (links) und Landmaschinenmeister Christian Esplör mit einem bereits vorbereiteten Räumfahrzeug vor dem Salzsilo, in dem 450 Tonnen trocken gelagert sind. FOTO: Nico Hertgen
Radevormwald. Zwar startet die Bereitschaft der städtischen Mitarbeiter des Betriebshofes erst am 23. November, der Fachbereich von Leiter Norbert Petri ist aber schon jetzt vorbereitet. Winterdienst gibt es auch wieder in den Außenortschaften. Von Wolfgang Scholl

Etwa 450 Tonnen Salz warten im großen Silo auf den Winter. Auch die Maschinen sind gewartet und auf den Winter vorbereitet. "Wir rechnen erfahrungsgemäß erst für Ende November mit einem Wintereinbruch, müssen aber vorbereitet sein auf Frosttemperaturen", sagt Norbert Petri, der seit vielen Jahren in der Stadt auch für den Winterdienst verantwortlich ist. Der regelmäßige Bereitschaftsdienst ist ab dem 23. November eingeteilt.

In den vergangenen beiden Jahren ist der Schnee-Winter ausgeblieben. "Vor zwei Jahren hatten wir nur sehr wenig zu tun, im vergangenen Winter hatten wir nur an einem Tag richtig Schnee, dafür aber zahlreiche Einsätze wegen Glatteis oder Glatteisgefahr. Besonders gefährlich ist der Wechsel von Feuchtigkeit zu Frosttemperaturen", sagt Petri. Sein Team hat deshalb im vergangenen Winter etwa die Hälfte der gebunkerten Salzmenge benötigt. Das Lager an der Dahlienstraße ist jetzt bis zum Rand voll. "Wir haben dort etwa 450 Tonnen gelagert", sagt Petri.

Aktuell sind im Fachbereich auch alle Mitarbeiter an Bord. "Mit dem Landmaschinenmeister Christian Esplör konnten wir vor zwei Monaten die Schlosserstelle neu besetzen. Das ermöglicht uns jetzt, einige Reparaturen wieder in der eigenen Werkstatt schnell durchführen zu können", sagt Petri. Auch die Stelle für einen Lkw-Fahrer, der einen Schneeräumer fahren kann, die bis zum 9. Oktober ausgeschrieben war, soll, wie in der Stadtratssitzung berichtet worden ist, in den nächsten Tagen besetzt werden. Der Betriebshofleiter hofft, mit den 24 zur Verfügung stehenden Mitarbeitern den Winterdienst auch in den Außenortschaften zu schaffen. "Durch die Neubesetzung der beiden Stellen hat sich die Personallage entspannt", sagt Petri.

Wie bisher gibt es nach der Erstinformation um 3.30 Uhr gegen vier Uhr den Start zu den vier Touren Wupperorte, links und rechts der Bundesstraße 229 und Land. Der Dienst endet bei Schneefall jeweils zwischen 20.30 und 21 Uhr - bei Einhaltung der gesetzlich vorgeschriebenen Lenkzeiten.

Festgelegt ist, dass zuerst die Hauptgefahrenpunkte, die Zufahrten zur Feuerwehr und zum Krankenhaus, die B 229, die Wohnsammelstraßen in Nord- und Südstadt und die Schulbuswege geräumt werden. Von den Neubaugebieten wird in diesem Winter die Wasserturmstraße noch nicht angefahren, weil es dort nur Baustraßen gibt. Anders ist dies an der Loh´schen Weide. Dort sind die Straßen vor kurzem winterfest asphaltiert worden, die Kreuzung wird gebaut.

Angefahren werden später die Neben- und Anliegerstraßen, bevor die Außenortschaften an der Reihe sind. Dazu erklärt Petri, dass es keinen externen Interessenten für den Winterdienst in den Außenortschaften gegeben hat. Einige Unternehmer hätten die Unterlagen angefordert, aber dann kein Angebot abgegeben. Im vergangenen Jahr hatte der damalige Bürgermeister Dr. Josef Korsten erklärt, dass die Stadt den Winterdienst mit dem vorhandenen Personal nicht leisten könne.

Nach mehreren politischen Sitzungen, bei denen die Kosten für den Winterdienst mit 15.000 bis 20.000 Euro beziffert worden waren, hatte die Stadt beschlossen, die Arbeiten auszuschreiben. Das war aber vergeblich, berichtete die Verwaltung am vergangenen Dienstag.

Quelle: RP
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