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Radevormwald
Betriebshof ist für Winterdienst gerüstet

Radevormwald: Betriebshof ist für Winterdienst gerüstet
Bereitschaftsführer Wilfried Wortmann (l.) und der Leiter des Betriebshofs, Norbert Petri, sind gerüstet für den kommenden Winter. Die Fahrzeuge wurden sukzessive auf Winterbetrieb umgestellt und startklar gemacht. FOTO: jürgen moll
Radevormwald. Den ersten Frost hat es gegeben, mithin glatte und gefährliche Stellen auf Straßen und Gehwegen. Offiziell beginnt die Bereitschaft des Winterdienstes am 27. November, aber schon jetzt sind die 22 Mitarbeiter einsatzbereit für den Winter. Von Joachim Rüttgen

Frostig kalt war es in den vergangenen Tagen. Auch die ersten Graupelschauern hat es schon gegeben. Höchste Zeit, dass sich der Betriebshof für Schnee und Eis rüstet. 22 Mitarbeiter stehen Leiter Norbert Petri für die Winterbereitschaft zur Verfügung. Die beginnt offiziell am 27. November, aber schon jetzt sind die Mitarbeiter startklar. Einsatzbereit ist auch der Fuhrpark mit einem Unimog, einem Trägerfahrzeug, zwei Multicars, einem 18-Tonner-Lkw für die große Tour über Land und drei Traktoren. Zusätzlich übernimmt eine Fremdfirma die Gehwege und Treppen in den Wupperorten. Die Maschinen wurden komplett umgerüstet: Die Pritschen kamen runter, die Streuer wurden montiert; die Hydraulikanschlüsse mussten überprüft und eventuell ausgetauscht werden. "Außerdem haben wir die Bedienpulte für Streuer und Schneepflug eingebaut", berichtet Petri. Aber seine Mitarbeiter - darunter einige Schlosser - seien fit. Besonders freut es ihn, dass er für seinen Kfz-Schlosser Dag Hasenack (seit April 2015 im Ruhestand) mit Christian Esplör einen fachlich guten Nachfolger gefunden hat, der tatkräftig von den Fahrern unterstützt werde.

In den vergangenen Tagen haben die Mitarbeiter auch 70 Salzkisten rausgestellt, aus denen sich die Fahrer der Traktoren und die Handtruppen bedienen, wenn sie Gehwege und Treppen streuen. "Eine Bereitschaft besteht aus sieben Mitarbeitern", sagt Norbert Petri. Die Traktoren kämen vor allem vor städtischen Gebäuden zum Einsatz, um Gehwege und Grundstücke zu sichern - z.B. vorm Rathaus, im Parc des Châteaubriant oder im Froweinpark. Bei einem Wintereinbruch fahren zunächst die drei Bereitschaftsführer Wilfried Wortmann, Jan Gesenberg und Olaf Stracke zur Kontrolle raus, um dann das Team zusammenzutrommeln und die Einsätze zu planen. Eine hohe Belastung. Oft müssen sie morgens um 3 Uhr raus. "Aber es macht immer noch Spaß", sagt Wortmann, der im 26. Jahr beim Betriebshof arbeitet. Die Touren wurden auch für den kommenden Winterdienst überarbeitet: "Es gibt eine neue Strecke an der Wasserturmstraße. Und nach der Diskussion um unseren Einsatz in den Außenortschaften fahren wir künftig auch dort hin", kündigt Petri an. Allerdings nicht in erster Priorität. Die Vorgaben sehen vor, dass zunächst Hauptstrecken und Hauptzufahrten (B 229, Mühlenstraße, Telegrafenstraße, Industriegebiet, Krankenhaus, Dietrich-Bonhoeffer-Straße, Carl-Diem-Straße) geräumt werden (bei Bedarf auch mehrmals). Je nach Witterung sei das nach zwei- bis zweieinhalb Stunden erledigt. Dann kämen die Nebenstrecken an die Reihe. Das sind reine Siedlungsstraßen und die Außenortschaften. Dieser Einsatz dauere meist mit gut drei Stunden etwas länger. "Es kann also durchaus sein, dass wir in einige Nebenstraßen erst nach fünf Stunden kommen", sagt Petri. Da würde der Betriebshof aber die Reihenfolge auch schon mal wechseln, damit jeder mal schneller drankomme. Problematisch sei das Räumen und Streuen an der Keilbecker Straße und an der Mühlenstraße sowie in Nebenstraßen, wenn parkende Autos ein Durchkommen verhindern. Sein Tipp an die Bürger: den Schnee nicht am Fahrbahnrand lagern, sondern auf dem Grundstück, sonst droht, dass die städtischen Fahrer den Schnee zurück auf den Gehweg befördern.

"Die Anspannung unter den Fahrern ist immer hoch", sagt Petri. Er absolviert nach 23 Jahren seinen letzten Winterdienst. Im August 2018 geht er in Rente. Den Zustand des Fuhrparks bezeichnet Petri als gut. Lediglich der 18-Tonner müsse 2018 erneuert werden: Er hat dann 17 Jahre "auf dem Buckel". Die Politik folge glücklicherweise meist den Wünschen des Betriebshofes, "aber wir sorgen auch für eine gute Wartung", sagt Norbert Petri.

Quelle: RP
 
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