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Radevormwald
Der Weihnachtsstern ist in Mexiko die Blume der Heiligen Nacht

Radevormwald. La Flor de la Noche Buena", also "Die Blume der Heiligen Nacht", nennen die Mexikaner den Weihnachtsstern. Das ist auf folgende Legende zurückzuführen: Vor langer Zeit lebte das Mädchen Pepita in einem Dorf in Mexiko. Dort war es üblich, dem Jesuskind am Weihnachtsabend ein Geschenk zu bringen. Leider war Pepita so arm, dass sie nichts zu verschenken hatte. In ihrer Verzweiflung sammelte sie grüne Zweige von einem Strauch neben der Straße, band daraus einen kleinen Strauß und brachte diesen in die Kirche. Als Pepita ihr Geschenk nun in die Krippe legte, wurde daraus plötzlich ein Strauß voll roter Blüten. Von diesem Tag an gab es die Blumen der Heiligen Nacht, die jedes Jahr zur Weihnachtszeit blühen.

Der Strauch war natürlich ein Weihnachtsstern, der in Mexiko schon mal die Höhe von fünf Metern erreichen kann. Bei uns gibt es ihn in einer klein gezüchteten Variante. Und weil es wohl gewünscht wurde, auch mit Sternen in rosa oder weiß. Die Glitzer-Version ist allerdings nur künstlich aufgebrachtes Flitterzeugs. Bleiben wir beim Original: Seine roten Sterne sind die Hochblätter der Pflanze. Die Blüten selbst sind unscheinbar - klein, grün-gelb und sitzen in der Mitte der Hochblätter. Beim Kauf sollte darauf geachtet werden, dass diese Blüten noch nicht abgefallen sind, sonst hat man nicht lange Freude an der schmucken Pflanze.

Im Wohnzimmer bevorzugt der Weihnachtsstern einen warmen und hellen Standort ohne Zugluft. Gegossen wird nur nach Bedarf. Und das ist erst der Fall, wenn sich der Boden schon richtig trocken anfühlt. Dann die Pflanze aus dem Übertopf nehmen und den Wurzelballen einige Minuten in Wasser tauchen. Das überschüssige Wasser ablaufen lassen und die Pflanze zurück in den Übertopf stellen.

Etwas eigen ist der Weihnachtsstern auch, denn im Gegensatz zu uns mag er keine weiße Weihnacht. Kurze dunkle Tage aber schon, denn als sogenannte Kurztagspflanze blüht er nur bei weniger als zwölf hellen Stunden am Tag. Im weihnachtlich beleuchteten Haus bekommt er mehr Licht als nötig und stellt deshalb oft die Blüte ein und verliert auch seine schönen Hochblätter. Wenn dies erst nach Weihnachten geschieht, macht es ja nichts. Denn länger wollen wir die roten Sterne ja sowieso nicht haben.

REGINA HILDEBRANDT

Quelle: RP
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