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Radevormwald
Feuerwehrorchester begrüßt das Jubiläumsjahr

Radevormwald: Feuerwehrorchester begrüßt das Jubiläumsjahr
Thomas Klöckner dirigierte auch das Neujahrskonzert. FOTO: jumo (Archiv)
Radevormwald. Mit dem "Radetzky Marsch" von Johann Strauss setzte das Feuerwehrorchester kraftvoll in das Neujahrskonzert ein. Das Publikum klatschte auf Anhieb begeistert mit und erhob das Glas auf das Geburtstagskind. Das Konzert stellte nicht nur den Einstieg in das Stadtjubiläum dar, sondern war auch die erste Geburtstagsfeier des Orchesters zu 125 Jahren. Von Flora Treiber

"2016 ist nicht nur etwas Besonderes für Radevormwald, sondern auch für unser Orchester. Wir sind stolz und haben uns für die Zugabe eine Überraschung ausgedacht", sagte Marcus Strunk, Pressesprecher und aktives Mitglied. Den feierlichen Auftakt ins neue Jahr ließ sich auch Bürgermeister Johannes Mans nicht nehmen. "Mein Silvester in Radevormwald war wunderschön, und dieses Konzert rundet es ab. Ich bin froh hier zu sein", sagte er. "Das Orchester bereichert unsere Stadt und dieses Engagement, insbesondere die Jugendarbeit, muss weiter unterstützt werden."

Das Feuerwehrorchester wünschte sich ewig volle Häuser und Konzertsäle für die nächsten 125 Jahre. Mit "Fanfare and Flourishes" und der "Bergischen Ouvertüre" setzte das Orchester den musikalischen Abend fort. Dirigent Thomas Klöckner, der seit 1988 an der Spitze des Orchesters steht und damit zehnter musikalischer Leiter in der Historie ist, leitete seine Musiker souverän durch die anspruchsvollen Kompositionen.

Zurück zu Johann Strauss kehrte das Programm mit dem "Kaiser Walzer", der leise und melancholisch begann und prägnant endete. Als der Applaus verstummt war, entführte das Feuerwehrorchester seine Zuhörer mit vier von den acht "Slawischen Tänzen" in die Welt des tschechischen Komponisten Antonín Dvorák. Ursprünglich wurden diese Tänze für Klavier zu vier Händen geschrieben, nachdem sie dann, zur Freude des Feuerwehrorchesters, für die Zusammensetzung von Orchestern bearbeitet wurden.

Ein kultureller Umschwung führte die Gäste dann nach Schottland und Schweden. Nach "Highland Cathedral" setzte das Orchester mit verteilten Rollen "Ankan och Hackspetten" oder auch "Duck and the Woodpecker" um. Das pfiffige Stück aus Schweden erklang im Polkastil im großen Saal des Bürgerhauses. Mit der vorlauten Ente und dem dominanten Specht hatte das Orchester die Lacher des Publikums sicher. Der offizielle Teil des Programms schloss mit "Pixar Movie Magic", bekannt aus Filmen wie "Toy Story" oder "Cars". Das Rader Publikum wollte das Orchester aber noch lange nicht entlassen und erkämpfte sich mit tosendem Beifall drei Zugaben. Mit "Dem Land Tirol die Treue" überraschte das Orchester alle Gäste, denn Musikerin Beate Windgassen hatte das Lied auf Radevormwald zum Stadtjubiläum umgedichtet. Zu dem Marsch sangen die Musiker einen neuen, bergischen Text. Die Heimatverbundenheit und die Liebe zu der Stadt auf der Höhe standen im Mittelpunkt. "Vielleicht wird diese Umdichtung unsere Stadthymne, wer weiß", mutmaßte Marcus Strunk vor dem Konzert. Eine gelungene Überraschung zum Auftakt in die 700-Jahrfeier war die Einlage allemal. Das Publikum zeigte sich überrascht von der geglückten Umdichtung. Das Feuerwehrorchester rundete das Programm mit einem Medley aus James-Bond- Soundtracks und einer Wiederholung des "Radetzky Marschs" ab.

Quelle: RP
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