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Heiligenhaus
96 Verträge für gemeinsames Anpacken

Heiligenhaus. Ideenbörse der Schlüsselregion "Ein Tag für deine Stadt": Viele Vorhaben sind schon unter Dach und Fach. Von Sandra Kreilmann

117 spannende Projekte, angeboten von insgesamt 64 gemeinnützigen Einrichtungen, die tatkräftige Unterstützung brauchen und 80 Unternehmen, die einen Arbeitstag lang außerhalb des Betriebes Gutes tun wollen. Auf der Projektmesse präsentierten sich die Einrichtungen aus Velbert und Heiligenhaus mit den Projekten in der Sporthalle des Kant-Gymnasiums, den teilnehmenden Unternehmern aus dem weiteren Umkreis.

Ziel war eine unterschriebene Kooperationsvereinbarung, damit am eigentlichen Aktionstag, am Freitag, 19. Juni, jeder weiß, wo es hingehen soll. Schon vor dem Start der Projektmesse beeindruckten die Zahlen und sorgten für lachende Gesichter - vor allem bei den Organisatoren des Vereins der Schlüsselregion. Ein Lächeln, welches auch am Tag danach nicht mehr wegzudenken war: 96 Kooperationsvereinbarungen zwischen Einrichtungen und Unternehmern wurden geschlossen. "Wir sind ziemlich euphorisch über das Interesse", so das erste Fazit von Organisatorin Jule D. Körber. "Wir waren teilweise regelrecht gerührt, wie liebevoll die Einrichtungen ihre Projekte inszeniert haben und mit welcher Begeisterung die Unternehmer durch die Reihen gezogen sind. Viele konnten sich gar nicht entscheiden." Und die Projekte sind so unterschiedlich, wie die Unternehmen. Grob gesagt, könne man die Aktionen in drei Kategorien unterteilen, so Körber: Am häufigsten gefragt, sind handwerkliche Tätigkeiten, der Einbau einer Zwischentür im Tierheim Velbert zum Beispiel oder die Gestaltung eines "Klassenraums im Grünen" auf dem Grundstück der Tersteegen-Grundschule. Aber auch Begegnungsprojekte sind gefragt, wie zum Beispiel eine Fotoaktion im Velberter Elisabeth-Stift. Nicht zuletzt ist es die Wissensvermittlung, wie der Besuch eines Betriebes für Migrantinnen und Migranten. Die Firmen selbst stellen, je nach Größe des Unternehmens einen Mitarbeiter bis hin zu kompletten Besatzungen. Einer, der nicht nur selbst ein Projekt im Angebot hat, sondern an dem Tag auch noch andere Aktionen unterstützen wird, ist Förster Hannes Johannsen. Im UBZ soll eine Außenterasse errichtet werden. "Ein bisschen Mut darf man schon mitbringen, denn es geht an die Kettensäge." Die Idee des Projekttages findet Johannsen unschlagbar: "Ich denke, dass dieser Tag auch für die Mitarbeiter etwas besonderes ist, die mal aus ihrem Alltag heraus kommen. Vielleicht werden aus diesen Aktionen aber auch dauerhafte Patenschaften."

Auch Jörg Dornieden von der Lebenshilfe steht voll hinter der Aktion. Hier brauchen die Bewohner ein bisschen Hilfe beim Autowaschen, dafür hat sich bereits schnell ein Team der Stadtwerke gefunden. Chef Michael Scheidtmann hat sich dafür nicht nur wegen der direkten Nachbarschaft entschieden: "Wir wollen mit gutem Vorbild vorangehen." Einen ersten kleinen Testlauf für die Aktion war der Tag der Projektemesse selbst: "Schon ab neun Uhr morgens haben wir gemeinsam mit Auszubildenden der Unternehmen aufgebaut. Das hat super funktioniert", sagte Organisatorin Gabriele Beutler.

"Am Anfang tröpfelten die Projekte und die interessierten Unternehmer nur langsam, aber dann kam immer mehr." Als die magische Grenze von 100 Projekten dann tatsächlich überschritten war, habe das dem Planungsteam noch mal Aufwind gegeben. Schon auf der Messe wurde schnell klar, dass die Begeisterung tatsächlich groß ist. Bereits 20 Minuten nach der offiziellen Eröffnung - viele Unternehmer waren sogar schon früher da - waren die ersten Aktionen bereits an tatkräftige Helfer vergeben.

Quelle: RP
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