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Ratingen
Die Caritas sucht noch mehr Lernpaten

Ratingen: Die Caritas sucht noch mehr Lernpaten
Udo Kuklick, ehrenamtlicher Lernpate, Hacire Genç, pädagogische Mitarbeiterin, Handan Dikyokus, pädagogische Mitarbeiterin mit Özlem Al-Gariri, Mutter der "Elterntische".
Ratingen. Menschen, die einem Kind Chancen bei seiner schulischen Entwicklung geben möchten, werden bei den Caritas-Lernpatenschaften gesucht. Aktuell werden rund 80 Kinder durch einen Erwachsenen als Paten beim Lernen für die Schule und für das Leben unterstützt. Noch weitere Ratinger Kinder von der ersten bis zur achten Klasse wünschen sich einen Lernpaten.

Wie funktioniert eine Caritas-Lernpatenschaft? Lernpatenkönnen zunächst alle Interessierten im Alter von 18 bis 80 Jahre werden. Mitbringen müssen sie die Bereitschaft, sich auf ein Kind einzulassen und verlässlich zwei bis drei Stunden Zeit pro Woche zu investieren.

Nach einer ersten telefonischen Kontaktaufnahme mit den Koordinatorinnen der Caritas-Lernpatenschaften findet ein ausführliches Gespräch mit dem Interessenten statt. Dabei werden Fachgebiete, Stärken, besondere Fähigkeiten und das "Zeitfenster" des zukünftigen Paten erfragt.

Auch Formalitäten werden geklärt. Die Caritas-Mitarbeiterinnen unterstützen beispielsweise bei der Antragsstellung für das erweiterte polizeiliche Führungszeugnis, das dem Schutz der Kinder dient.

Im nächsten Schritt schauen die Caritas-Mitarbeiterinnen, welches Kind zu dem Profil des angehenden Lernpaten passt und organisieren ein erstes gemeinsamen Treffen und Kennenlernen von Lernpaten, Kind und Eltern. "Wir achten auch darauf, ob die Chemie bei den Beteiligten stimmt, denn auch Sympathie und Vertrauen sind für erfolgreiches Lernen wichtig", erläutert Koordinatorin Handan Dikyokus.

Danach kann das Paten-Team loslegen. Die Lernbegleitung findet in der Regel in der Schule des Kindes statt und dauert pro Woche ungefähr zwei Schulstunden. Die Koordinatorinnen achten natürlich auch darauf, die Wege kurz zu halten.

Neben dieser einführenden Vorbereitung stehen die Koordinatorinnen selbstverständlich weiterhin beratend und unterstützend zur Seite. Es werden Fortbildungsangebote wie beispielsweise im Bereich "Lernen lernen" und ein regelmäßiger Austausch für die Lernpaten angeboten. Damit sich die Teams besser kennenlernen, werden gemeinsame Aktionen von Kindern, Paten und Familien durchgeführt.

Bei den Caritas-Lernpatenschaften werden Kinder mit und ohne Migrationshintergrund bei Lernschwierigkeiten regelmäßig durch einen ehrenamtlichen Lernpaten begleitet und unterstützt. Die Kinder verbessern nicht nur ihre Leistungen in Sprache und Mathematik, sondern zeigen eine besonders positive Entwicklung bei ihrem Sozialverhalten und Selbstvertrauen. Dies zeigen die Ergebnisse einer Evaluation der Uni Duisburg/Essen.

Wenn Sie sich angesprochen fühlen und Lust haben, ihr Wissen zu vermitteln, Kulturen kennenzulernen, Erfahrungen weiterzugeben, dann sollten Sie Lernpate werden. In Ratingen suchen viele Kinder einen Lernpaten, der mit ihnen spricht und lacht, liest und lernt, rechnet und erklärt und zuhört.

Weitere Fragen beantworten die Koordinatorinnen, Hacire Genç und Handan Dikyokus.

Quelle: RP
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