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Ratingen
Echte Klassiker für kleine Leute

Ratingen: Echte Klassiker für kleine Leute
Auch für das ganz junge Publikum geht es in der kommenden Saison wieder rund, mit (re.) Rumpelstilzchen und (li.) "Das doppelte Lottchen". FOTO: veranstalter
Ratingen. In der kommenden Spielzeit bietet das Kulturamt wieder vier Stücke für Kinder im Abonnement an. Von Karl Ritter

Dass Kultur nicht nur etwas für die Großen ist, stellt das Kulturamt in der kommenden Spielzeit auch in diesem Jahr wieder unter Beweis. Aus vier Vorstellungen besteht das Kindertheaterabonnement - eine regelrechte Erfolgsgeschichte. "Das Angebot richtet sich an Kinder im Alter von sechs bis zehn Jahren", so Frank Stamm, Programmplaner beim Kulturamt. Alle Aufführungen finden im Stadttheater am Europaring statt und starten jeweils um 16 Uhr. Den Anfang macht am Montag, 2. November, "Das kleine Gespenst", eine Theateradaption des bekannten Buchs von Otfried Preußler. Präsentiert wird das Stück vom Landestheater Burghofbühne Dinslaken. Das kleine Gespenst ärgert sich: Jede Nacht darf es nur für eine Geisterstunde aus seiner Truhe herauskommen und muss dann auch noch die alten Bilder im Schlosssaal zum Leben erwecken. Wie gerne würde das kleine Gespenst endlich mal etwas anderes erleben. Fast hätte es schon die Hoffnung aufgegeben, als sich endlich eine Gelegenheit bietet.

Am Mittwoch, 2. Dezember, wird es richtig klassisch: Das preisgekrönte Theater Mimikri aus Büdingen führt das Märchen "Rumpelstilzchen" auf. Wer kennt sie nicht, die Geschichte von der Müllerstochter Marie, die vom König in dessen Strohkammer eingesperrt wird, um Stroh zu Gold zu spinnen. Nur ein sonderbares Männchen vermag ihr aus dieser Situation zu helfen. Allerdings will es dafür einen ganz besonderen Preis: Maries erstgeborenes Kind.

Am Dienstag, 23. Februar 2016, sieht das Publikum doppelt, denn dann präsentiert das Atze-Musiktheater aus Berlin das Musical "Das doppelte Lottchen" nach dem Kinderroman von Erich Kästner. Zwei Mädchen - Luise aus Wien und Lotte aus München -, die sich bis auf die Frisur nicht voneinander unterscheiden, stehen sich plötzlich in einem Ferienheim gegenüber und beschließen dann, dem Geheimnis auf den Grund zu gehen: Luise fährt als Lotte nach München zurück und Lotte als Luise nach Wien. Obwohl die Geschichte in dieser Produktion in ein Musical umgewandelt worden ist, bleibt die Inszenierung nah an Kästners Ursprungsversion - und so dürfte die Verwechslung für jede Menge Lacher im Publikum sorgen.

Zum Abschluss des Kindertheaterabonnements treiben am Dienstag, 19. April, die Lausbuben "Max und Moritz" von Wilhelm Busch im Stadttheater ihr Unwesen. Mit ihren sieben Streichen machen sie die Dorfbewohner verrückt. So fallen unter anderem Witwe Bolte, Schneider Böck, Lehrer Lempel und Onkel Fritz üblen Scherzen zum Opfer. Bäcker und Müller haben aber schließlich genug von den beiden. Nach sechs gelungenen Streichen endet der siebte in einer schweren Strafe. Und schon ist die kleinbürgerliche Ruhe wieder hergestellt.

Quelle: RP
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