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Heiligenhaus
Feierabendmarkt lockt bei jedem Wetter

Heiligenhaus: Feierabendmarkt lockt bei jedem Wetter
Gefragter Mann beim Feierabendmarkt: André Müller mit und in seinem "Weinbully". FOTO: Achim Blazy
Heiligenhaus. Märkte kommen übers Jahr verteilt bestens an - das Donnerstagsangebot ganz besonders. Von Henry Kreilmann

"Es fehlen hier in der Innenstadt vor allem Alternativen zum Lebensmittelkauf", bedauert Wilhelm Schneider. Früher sei das einmal anders gewesen, sagt der Senior. Zu neuen punktuellen Magneten, die in die Stadt locken, sind dabei die Aktionen mit Veranstaltungscharakter geworden. Neben den Aktionen des Stadtmarketings mit angeschlossenen verkaufsoffenen Sonntagen, wie dem Frühlingsfest, dem Oldtimertreffen oder, wie am 12. November, der Martinsmarkt, locken die regelmäßigen Märkte. Zum einen der schwer beliebte Wochenmarkt, jeden Mittwoch und Samstag, aber auch der Feierabendmarkt. Bei ihm eröffnen jeden ersten Donnerstag im Monat, von 16 bis 20 Uhr Marktstände mit einem kulinarischen Angebot, das es sonst eher nicht in dieser Form auf der Hauptstraße gibt. Und das zusätzliche Angebot kommt sehr gut an, die Besucherzahlen steigen und es gibt immer mehr Interessierte aus anderen Städten.

Auch "usseliges" Herbstwetter wie am Donnerstag kann die Marktbesucher dabei nicht abhalten, zu stöbern, probieren und zu kaufen. Dann setzt man sich eben mit dicker Jacke mal auf die Bänke in den aufgestellten Pavillons und schlemmt, fast wie ein kleiner Vorgeschmack auf den Weihnachtsmarkt.

Im Juni letzten Jahres gab Michael Borowoski als Verantwortlicher der Stadt den Startschuss auf dem Rathausplatz, die Vorgabe: Das Angebot solle sich vom Wochenmarkt absetzen. "Auf dem Wochenmarkt deckt man sich für den täglichen Bedarf ein, auf dem Feierabendmarkt darf es auch mal etwas ausgewählter sein", sagt Ordnungsamtschef Borowski.

Die Nachbarstadt Essen zog im März mit einem ähnlichen Angebot auf dem Weberplatz nach. In Bochum, Bottrop, Dinslaken, Duisburg, Gelsenkirchen, Gladbeck, Herten und Oberhausen hat der Feierabendmarkt auch Einzug gehalten.

Im Kreis Mettmann allerdings bleibt der Heiligenhauser Markt nach der Arbeit Alleinstellungsmerkmal. Auch wenn in manchen Kreisstädten ähnliche Ideen mit dem Verweis auf den hiesigen Erfolg diskutiert werden. Erfolgreich macht den Markt das vielfältige Angebot, vom frisch gemachten Burger direkt auf die Hand, über französische Leckereien bis hin zu Aufstrichen oder Chutneys. Die Atmosphäre überzeugt eine breite Klientel von jungen bis älteren Menschen an den Ständen und: Die Düfte und Geschmäcker. Entscheidend ist aber auch der Faktor Uhrzeit, denn nach der Arbeit kann man hier noch einmal entspannt schlendern und in Ruhe Einkäufe erledigen.

Auch der Einzelhandel zieht mit. Am Donnerstag, 7. Dezember, 16 bis 20 Uhr, gibt es die nächste Möglichkeit zum schlemmen nach Feierabend.

Quelle: RP
 
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