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Ratingen
Grundschüler lernen gesund zu essen

Ratingen. In einem Projekt der Paul-Maar-Schule geht es um Tricks und Strategien, sich klug zu ernähren und fit zu bleiben, Von Valeska von Dolega

Das kleine und große Einmaleins steht für i-Dötzchen im Matheunterricht auf dem Stundenplan. Das Ernährungs-Zweimaleins lernen die Paul-Maar-Schüler jetzt in einer Projektwoche.

"Gesund und fit" haben Rektor Marc-Christoph Rattay und ein vierköpfiges Planungsteam das Projekt genannt, das innerhalb einer Woche beim Nachwuchs das "Bewusstsein schärfen soll, was für den Körper gut und zuträglich ist - und was ihm eher schadet", formuliert Rattay das Ziel. 205 Schüler aus acht Klassen werden dazu noch bis zum 24. Juni unter der Aufsicht ihrer 19 Lehrer sowie engagierter Eltern im Klassenverband sowie in frei wählbaren, klassenübergreifenden Kursen nützliche Details zum Themenkomplex erfahren, "Ernährung spielt bereits im Sachkundeunterricht eine wichtige Rolle", sagt Marc-Christoph Rattay. Dann wird beispielsweise darauf hingewiesen, dass ein ausgewogenes Frühstück im optimalen Fall drei Bestandteile enthält, nämlich Getreide in Form von Müsli, Haferflocken oder Brot, Milch, wahlweise im Glas (aber nie zum Durstlöschen, weil es ein so nährstoffreiches Lebensmittel ist), als Käse oder als Joghurt sowie Obst oder Rohkost.

"Je nachdem, wie viel Wert auf Ernährung gelegt wird, sehen bei unseren Schülern dann die Brotdosen aus." Und ab einem gewissen Alter ist es "cooler, einen Schokoriegel zu knabbern als einen Apfel", gibt sich der Pädagoge keinen Illusionen hin.

Dass aber ein Fruchtcocktail genauso lecker und mindestens ebenso süß wie der Schoko-Snack ist, soll bei "Gesund und fit" vermittelt werden. Dazu schnipseln die Schüler selbst das Obst und machen anhand von Rezepturen dann optisch ansprechende Obstsalate oder Früchtesticks.

Natürlich spielt auch das weite Feld der Bewegung eine maßgebliche Rolle, wie nachhaltig langlebig und robust sich ein Kinderkörper entwickelt.

"Wir haben im Vorfeld abgefragt, was die Kinder sich für die Projektwoche wünschen." Begehrt sind Sportarten wie Hockey, Tischtennis, Völker- und Volleyball ebenso wie Entspannungsmethoden. "Es gibt nicht nur Training, angeboten werden auch Mal- und Lese-Aktionen." Ein besonderes Glanzlicht soll sich rund um das Buch "Irgendwie anders" entwickeln. Das ausgezeichnete Stück Kinderliteratur wird zunächst gelesen, dann besprochen und mit Stockpuppen später theatralisch umgesetzt. Im gleichen Kontext ist der Schwerpunkt "Mein ganz normaler Tag" zu sehen. Unterstützt durch die Weik-Stiftung soll für "Einschränkungen im Alltag sensibilisiert werden".

An unterschiedlichen Stationen wird simuliert, wie es sich anfühlt, aus dem Rollstuhl zu agieren, mit fehlendem Arm oder Bein durchs Leben zu kommen oder wie man seine Umwelt als Blinder wahrnimmt. Fröhlicher Abschluss ist dann der Sponsorenlauf. Im Sportunterricht wurde bereits kräftig geübt, verschiedene Distanzen zu meistern. Austragungsort ist die Kleingärtneranlage neben der Schule, "die ist überschaubar, ebenerdig und hat eine nette Atmosphäre".

Nachbereitet wird "Gesund und fit" dann im Klassenverband. Und hoffentlich am heimischen Herd. "Ohne Elternarbeit funktioniert Schule nicht."

Quelle: RP
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