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Lokalsport
Habeth brennt Kegel-Feuerwerk in Salzgitter ab

Heiligenhaus. Der Kegler der SK Heiligenhaus ist am Ende der Sieggarant für den klaren 3:0-Erfolg in Niedersachsen. Von René Kleine

Am Samstagmorgen klingelte für die Heiligenhauser Sportkegler bereits um 7 Uhr der Wecker, denn die weiteste Auswärts-Tour der Saison stand auf dem Programm. Der erste Spieltag der Rückrunde führte zum TSV Salzgitter, einmal mehr ohne den derzeitigen Topspieler der Heiligenhauser, Daniel Mittelstädt. Mit einem Einzelwertungs-Schnitt von 11,14 Punkten (12 sind möglich) ist er derzeit das Maß aller Dinge in Sachen Effizienz.

Mittelstädt war es auch, der Kapitän Marcel Grote den entscheidenden Tipp in Sachen Aufstellung gegeben hatte. Die Gastgeber aus Salzgitter sollten im ersten Block von Kerim Demirbag und Robin Holler bearbeitet werden, so dass der Rückstand aufholbar ist. Der Mittelblock, in dem sich die Niedersachsen in der ganzen Saison mit Schwächen präsentierten, sollte durch Grote und Karsten Detert attackiert werden. Schlussspieler Alexander Ratzko und Thomas Habeth, der sich bereits durch die Tagesbestzahl in der Vorsaison in die Köpfe des TSV eingebrannt hatte, sollten den Sieg nach Hause bringen. Leichter gesagt als getan. Denn Salzgitter stand mit -7 Zählern mit dem Rücken zur Wand und kämpft um eine bestmögliche Platzierung für die drohende Abstiegsrunde.

Jörg Brandenburg (881) und Carsten Schinke (899) konnten sich gegen Holler (876) und Demirbag behaupten (857), allerdings erfüllten die Heiligenhauser den Auftrag, den Rückstand in Grenzen zu halten und den Gastgebern eine reizvolle Aufgabe zu stellen. Im Mittelblock legten Detert und Grote grundsolide los (217 und 219er Startbahnen), ehe der Turbo gezündet wurde und die Gastgeber völlig den Faden verloren. Sowohl Grote als auch Detert, in seinem besten Spiel im Dress des SKH, landeten bei hervorragenden 896 Holz. Da Unger (854) und Twardowski (848) nicht mehr Schritt halten konnten, kippte das Spiel zugunsten der Heiligenhauser, wie von Kegel-Orakel Mittelstädt prophezeit.

Ähnlich wie Wimbledon als das "Wohnzimmer" von Boris Becker galt, scheint es sich mit der Anlage in Salzgitter und Thomas Habeth zu verhalten. Der "Eifelpanther" startete mit einer Halbzeit von 471 und erstickte die letzten Hoffnungen der Gastgeber, das Spiel doch noch gewinnen zu können. Da auch Alexander Ratzko keine Angriffsfläche bot (863 Holz), war der Jubel der Heiligenhauser nach dem Spiel riesengroß. Mit 5297:5216, 45:33 und 3:0 endete das Spiel zugunsten des SKH. Der Sieg schaffte gleichzeitig eine gute Ausgangsposition im Kampf um die Play-off- Teilnahme. Mit +3 Punkten liegen die Kegler um Marcel Grote nun auf dem dritten Tabellenplatz.

"Heute fällt es schwer, jemand Einzelnen besonders hervorzuheben, da wir auf allen Positionen eine perfekte Mannschaftsleitung abgeliefert haben. Dennoch freut es mich besonders für Karsten Detert, dass er mit einer tollen persönlichen Leistung den ersten Sieg mit uns feiern durfte. Und natürlich muss man Thomas Habeth loben. Mit welcher Selbstverständlichkeit er die Bahnen hier abgerissen hat, ließ sogar die Salzgitter-Anhänger staunend zurück", sagte Kapitän Grote.

Am kommenden Samstag gilt es, das Spiel abzuhaken und sich neu zu konzentrieren. Im Heimspiel gegen Aufsteiger KSC Hüttersdorf (Ab 16 Uhr in der Sportkegelanlage an der Selbeckerstraße) sollen keine unnötigen Punkte verschenkt werden auf dem Weg zur erneuten Teilnahme an der Meisterrunde. Auf der anderen Seite verlangt Grote von seiner Mannschaft, zu Hause durch hohe Zahlen wieder eine unüberwindbare Hürde, gerade für die Topmannschaften der Liga, zu werden.

Quelle: RP
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