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Ratingen
Weitere Flüchtlinge kommen morgen in Ratingen an

Stimmen: NRW-Bürgermeister zur Lage in ihrer Stadt
Stimmen: NRW-Bürgermeister zur Lage in ihrer Stadt FOTO: dpa, fg nic
Ratingen. Die Zahl der Zuweisungen durch die Bezirksregierung Arnsberg steigt täglich. Und die Stadt muss schnell reagieren und improvisieren.

Gestern trafen 20 weitere Flüchtlinge in Hösel ein, die Sporthalle der Wilhelm-Busch-Grundschule beherberge nun rund 120 Menschen, berichtete Bürgermeister Klaus Konrad Pesch im Gespräch mit unserer Redaktion. Doch auf die Stadtspitze kommt bereits die nächste Herausforderung zu.

Grund: Am morgigen Mittwoch werden weitere Asylbewerber in Ratingen erwartet. Sie sollen zunächst in einer Halle an der Hubert-Wollenberg-Straße in Ratingen West untergebracht werden. Pesch schaute sich gestern die logistischen Vorbereitungen am Standort an: Wie er berichtete, werden in einer Halle Zelte aufgebaut, die auf einer Bodenplatte stehen. Dies soll gegen die Kälte helfen.

Das angrenzende Gebäude, das die Stadt für die Flüchtlingsunterbringung zur Verfügung stellen will, ist noch nicht bezugsfertig. Fest eingeplant ist die Immobilie an der Josef-Schappe-Straße in Ost, die früher als geplant belegt werden soll.

Ende September gab es in Ratingen - neben der Notunterkunft des Landes mit 300 Plätzen - rund 700 asylbegehrende Personen (einschließlich Folgeantragsteller und Aufenthaltsduldungen), seitdem seien weitere Zuweisungen in einer Größenordnung von etwa 50 Personen pro Woche in Ratingen unterzubringen und zu versorgen, betonte Pesch.

Eine Linderung der Unterbringungsproblematik sei derzeit nicht in Sicht, vielmehr lehre der Blick auf die Krisenregionen der Welt, dass mit weiteren Flüchtlingsströmen zu rechnen sei.

(kle)
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