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Remscheid
Auch die Stadt Remscheid nutzt Negativzinsen

Remscheid. Wie auch andere Kommunen profitiert die Stadt Remscheid vom Phänomen der sogenannten Negativzinsen. Wie Kämmerer Sven Wiertz (SPD) auf BM-Nachfrage erklärte, hat die Stadt zwei kurzfristige Geschäfte über eine einstellige Millionensumme abgeschlossen. Bei einem Negativzins von 0,01 Prozent bedeutet das einen Ertrag von 2000 Euro, sagt Wiertz. Möglich werden diese Geschäfte, weil die Europäische Zentralbank (EZB) von Banken mittlerweile einen Strafzins verlangt, wenn sie ihr Geld dort parken. Dieser Zins liegt höher, als das, was die Banken den Kommunen bezahlen, die einem Kredit bei ihnen aufnehmen. Ein Mittel zur Haushaltssanierung sei dies aber nicht, betont der Kämmerer und antwortet damit auf eine Anfrage der Wählergemeinschaft (W.i.R.). Die Kredite würden immer nur für kurze Laufzeiten - hier sind es drei Monate - abgeschlossen.

Gleichwohl nutzt die Stadt die Niedrigzinsphase anders, um die Risiken für den Hauhalt zu minimieren. So wurde jetzt gerade zusammen mit Hagen und Solingen die mittlerweile vierte NRW-Städteanleihe ausgegeben. Von den insgesamt 125 Millionen Euro, die so erzielt wurden, gehen 30 Prozent an Remscheid. Käufer der Anleihe erhalten über zehn Jahre einen Zins von 1,0 Prozent. Deutlich mehr als auf dem normalen Sparkonto.

(hr)
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