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Remscheid
EWR erhält Schadensersatz für kleineren Gülleunfall

Remscheid. Verfahren zur Umweltkatastrophe im März läuft aber weiter. Landwirt lehnt Forderungen der Stadtwerke ab. Von Henning Röser

Eine Schadensersatzzahlung haben die Stadtwerke Remscheid von der Versicherung des Landwirts aus Halver erhalten, aus dessen Güllebehälter im November 2014 erstmals Gülle in die Neyetalsperre gelaufen war. Der für morgen angesetzte Gerichtstermin am Landgericht Hagen zu diesem Vorfall findet darum nicht mehr statt. Wie hoch die gezahlte Summe ist, wollte Stadtwerke-Pressesprecherin Rita Henzel gestern auf BM-Nachfrage nicht sagen.

Dieser Unfall und die damit einhergehende Verunreinigung der Talsperre ist in der Dimension deutlich kleiner als der Gülle-Unfall am 18. März diesen Jahres, bei dem 1,7 Millionen Liter Gülle in die Talsperre gelangten und dessen Folgeschäden Stadtwerke und Wupperverband nach wie vor beschäftigen. Derzeit ist unklar, ob und wie sich die Talsperre davon erholen wird. Wie berichtet, wurden wegen des erhöhten Ammonium-Gehalts alle Fische und Kleinlebewesen im Bach Neye getötet.

In diesem Fall läuft das Verfahren weiter, weil der Landwirt (es ist der gleiche wie im anderen Fall), die Schadensersatz-Forderungen der Stadtwerke nicht akzeptiert. Seine Haftpflichtversicherung habe bislang noch gar keine Stellungnahme zur Haftungsfrage abgegeben und auch keinerlei Zahlungen wegen der Umweltkatastrophe geleistet, teilte Stadtwerkegeschäftsführer Thomas Hoffmann gestern in einer Presseerklärung mit.

Quelle: RP
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