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Wuppertal
Semesterticket fürs Smartphone

Wuppertal. Uni: Die Studenten müssen ihre Fahrkarte jetzt nicht mehr ausdrucken.

Die Zukunft hält Einzug an der Bergischen Universität, jedenfalls ein bisschen. Die knapp 20 000 Studenten können ab dem kommenden Sommersemester ihr als PDF vorliegendes Ticket für den ÖPNV endlich digital mit sich führen und nicht mehr auf Papier. Bedingung ist, dass der QR-Code auf dem Display vergrößerbar, gut lesbar ist.

Die Studenten, die wahrscheinlich fast alle im Besitz eines Smartphones oder Tablet-PCs sind, freuen sich, das PDF-Dokument nicht mehr ausdrucken und mit aller Sorgfalt mit sich führen zu müssen. Lukas Vaupel vom Mobilitätsreferat des Allgemeinen Studierenausschusses (Asta) der Uni betont, dass viele Studenten das für längst überfällig halten.

Daraus klingt auch ein Stück weit Häme. Immerhin ist es unter anderem bei den WSW und der Bahn schon länger möglich, Tickets per App zu kaufen. Ein PDF nutzen zu können, wirkt also nur mäßig fortschrittlich. Laut Vaupel hätten auch die Studenten nach einer Integration in eine Uni-App oder anderen Möglichkeiten gefragt. "An der Stelle verhandeln wir weiter und versuchen längerfristig noch weitere Lösungen zu finden." Moderner sind im Land nur zwei Unis, zum Beispiel die Uni Duisburg-Essen, an der es eine Chipkarte gibt, die alle Uni-Karten und das Semesterticket vereint. Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR), der das Ticket mit den jeweiligen Asta aushandelt, sagt, weitere Lösungen dieser Art seien nicht in Planung. Rainer Friedrich (WSW) sagte, das sei mit Datenschutz zu begründen. Die Daten der Studenten lägen bei der Uni und die WSW könnten nicht einfach auf diese zugreifen.

(ecr)
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