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Remscheid
Ortstermin um Probleme in Wohnanlage

Remscheid: Ortstermin um Probleme in Wohnanlage
Vor allem die Mieter der Parterrewohnungen wünschen sich einen Zaun zur Straße hin. Dieser war zwar in den Bauplänen eingezeichnet, er wurde aber bisher nicht errichtet. FOTO: Röser
Remscheid. Eine Heizungsanlage, die mitten im Winter bei Minusgraden ausfällt und eine Woche lang nicht repariert wird, eine Hausverwaltung, die auf Anrufe nicht reagiert, ein in den Bauplänen eingezeichneter Zaun, der später nie errichtet wurde. Darüber wurde nun gesprochen. Von Henning Röser

Von diesen und andere Problemen berichteten Mieter der Seniorenwohnanlage an Otto-Lilienthal-weg auf dem Hohenhagen in dieser Woche bei einem Treffen im Café der Diakonie-Station, die gleich gegenüber der Anlage liegt.

Geladen zum Termin hatte Bezirksbürgermeister Stefan Grote (SPD). Der hatte bei seinen Gratulationsbesuchen zu runden Geburtstagen immer wieder von Sorgen der Mieter gehört und sich schließlich an den Vermieter gewandt. Von der Firma Atrium-plus in Witten habe er aber zunächst nur abwiegelnde Antworten erhalten, berichtete Grote.

Als er noch einmal schriftlich nachgefasst habe, sei ihm mit Fristsetzung mit einer Verleumdungsklage gedroht worden. Auch ein Brief des Landtagsabgeordneten Sven Wolf, den Grote um Hilfe bat, hätte keine Bewegung in die Sache gebracht.

Am Telefon wollte Christian Buderus von der Hauverwaltung gegenüber der BM keine Stellungnahme abgeben, schlug stattdessen für gestern einen Ortstermin am Hohenhagen vor. Dort ging er die wesentlichen Vorwürfe im Beisein von rund zehn Anwohnern durch.

Probleme mit der Heizung habe es tatsächlich gegeben im ersten Winter nach dem Bezug der Wohnungen im November 2015. Allerding sei die Heizung, die mit Fernwärme von den Stadtwerken betrieben wird, nicht komplett ausgefallen, habe allerdings keine volle Leistung gebracht. Man habe schnell reagiert, die Reparatur habe in der Tat aber länger gedauert. Für den Fall eines Komplettausfalls sende die Anlage jedoch ein Notsignal an die Stadtwerke.

Der Vorwurf der schlechten Erreichbarkeit blieb gestern nicht vollständig geklärt im Raum stehen. Buderus hatte seine Mitarbeiterin und seinen Hausmeister mit zum Termin mitgebracht. Die machten sich fleißig Notizen zu den Themen, die die Mieter ansprachen. Eine Anwohnerin berichtete, dass sie seit zwei Jahren immer wieder wegen eines fehlende Zaunes in Witten angerufen habe.

"Eine Einzäunung ist nicht vorgesehen", sagte Buderus auf die mehrfach vorgetragene Bitte der Mieter um eine Einfriedung der Anlage, wie sie in den Bauplänen eingezeichnet gewesen sei. Nachdem eine Mieterin aus der Parterre berichtete, dass Hunde die Blumen ihrer ebenerdigen Terrasse für ihr "Geschäft" nutzen, sagte Buderus zu, sich über eine Lösung Gedanken machen zu wollen. Wegen einer Einzäunung der kompletten Anlage will er das Gespräch mit den Gesellschaftern des Objekts suchen. "Das kann ich nicht selber entscheiden."

Quelle: RP
 
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