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Remscheid
Remscheider Team trainiert für den ZDF-Fernsehgottesdienst

Remscheid. In diesem Monat verwandelt sich die Friedenskirche in Remscheid in den Schauplatz des bundesweit ausgestrahlten TV-Gottesdienstes im ZDF. Daran arbeiten Pastor André Carouge und sein Team bereits seit Monaten. Jetzt besuchte sie Theaterregisseur Felix Ritter, um sie auf den besonderen Gottesdienst mit Fernsehkameras vorzubereiten. Von Cristina Segovia-Buendía

Keine drei Wochen mehr dauert es, bis sich die Friedenskirche an der Schützenstraße in ein kleines Studio verwandeln wird, von der aus der Gottesdienst live im ZDF übertragen werden wird. Das Konzept steht seit Monaten, Predigt und Fürbitten sind längst geschrieben. Damit aber auch alles perfekt ist, der Pastor und seine Redner nicht nur vor der eigenen Gemeinde, sondern auch im Fernsehen eine gute Figur machen, luden sie sich Profi Felix Ritter aus Amsterdam ein.

Der Theaterregisseur und Dramaturg ist seit rund acht Jahren Trainer der ZDF-Fernsehgottesdienste und weiß, worauf es ankommt: Nämlich auf die richtige Kommunikation. Und das ist nicht nur Sprache. Es ist vielmehr das Zusammenspiel von Sprache und Körperhaltung und nicht zuletzt auch der Stimme und ihrem Klang. Kommunikation ist sozusagen ein verpacktes Geschenk, wo hübsches Geschenkpapier und eventuell eine aufreizende Schleife ebenso zum Geschenk gehören, wie der eigentliche Inhalt. Denn sie machen ihn schöner, interessanter. Interessant soll auch der Inhalt rüber kommen, den Carouge und sein Team erarbeitet haben. Worte, die nun mit richtiger Gestik und Mimik untermalt werden: "Viele Menschen sagen etwas, ohne es richtig verinnerlicht zu haben", sagt Felix Ritter. Ihm geht es nicht darum, die Akteure wie Schauspieler in eine Rolle zu pressen. Es geht um Authentizität und Glaubwürdigkeit.

Dafür müsse der Redner aber selbst, trotz möglicher Aufregung vor der Kamera, im Text sein, fühlen was er sagt, glauben was er ausspricht. Das übte Ritter mit den sieben Akteuren der Friedenskirche, die am 22. Mai vor der Kamera sprechen werden. "Die Wortwahl ist natürlich wichtig, aber ebenso die Körpersprache, die Emotionen und das Timbre der Stimme", sagt Ritter. So musste Pastor Carouge gleich mehrmals seine Predigt vortragen, bis er seinen Text nicht nur stumpf vorlas sondern tatsächlich meinte, konkrete Bilder im Kopf hatte und mit seinen Kollegen im Raum durch Augenkontakt tatsächlich auch persönlich kommunizierte.

"Das Training ist total bereichernd", sagt Carouge, der sich nun selbstsicherer vor die Kamera bewegen wird, wissend worauf er zu achten hat. "Wir haben uns vergegenwärtigt, dass wir an diesem Tag nicht nur die Menschen in unserer Gemeinde erreichen wollen, sondern eben auch eine Frau Müller in Wanne-Eickel, die uns im Fernsehen sieht."

Quelle: RP
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