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Remscheid
Schüler zeigen Entdeckung der Röntgenstrahlen als Schattenspiel

Remscheid. Ein Jahr lang arbeitete die AG der Freiherr vom Stein-Grundschule in Lennep am Projekt über den Nobelpreisträger aus Remscheid. Von Anna Mazzalupi

Wie sähe das Leben von Wilhelm Conrad Röntgen wohl als Schattentheater aus? Acht Kinder der AG an der Grundschule Freiherr-von-Stein in Lennep haben sich ein Jahr lang damit beschäftigt, die Geschichte um den berühmten Bürger der Tuchmacherstadt aufzuarbeiten und in einem Schattenspiel-Film umzusetzen. Gestern präsentierten sie rund 200 Schülern der ersten bis vierten Klasse ihr Werk.

Herausgekommen ist ein liebevoller Film, dem die Kinder mit Musik und Licht zusätzliche Spezialeffekte und Dramaturgie verliehen haben. Besonders die Darstellung der Entdeckung der Röntgenstrahlen im Labor, die die kreativen Schattenspieler mittels Nebel und rot-grünen Lichtstrahlen zum Ende des rund zwanzigminütigen Films inszenierten, hat die Mitschüler beeindruckt.

"Mir hat am meisten Spaß gemacht, die Bilder zu erarbeiten und den Film zu drehen", sagt Giuliana (10). Sie war gestern bei der Vorführung als Assistentin für die Lichteffekte mitverantwortlich. "Ich weiß jetzt, wann Röntgen geboren ist und was er alles erfunden hat", bemerkt Yousef (9) ganz stolz. Das Jahr 1845 liegt für die Grundschüler immerhin schon lange in der Vergangenheit.

Das Leben und Wirken Röntgens so umzusetzen, hat ihnen aber sichtlich Spaß gemacht. Die Tonsequenzen haben die Kinder selbst eingesprochen, in denen sie zum Beispiel etwas über den Reichtum der Tuchmacherstadt Lennep oder die Universitätszeit Röntgens mit dem Erhalt des Diploms erzählen. Auch die Auswanderung in die Niederlande mit dem Zug und sein Umzug in die Schweiz haben die Kinder unter Anleitung von Künstler Markus Heip in Szene gesetzt. Durch einen Spiegel im 45-Grad-Winkel konnte das Schattenspiel auf Video aufgenommen werden.

Finanziert wurde das einjährige Projekt durch das Landesprogramm "Kultur und Schule, NRW". Bereits im letzten Jahr erarbeitete Markus Heip mit Grundschülern der Freiherr-von-Stein-Schule ein Marionetten-Stück über die Stadtgeschichte Lenneps. "Bei der Auswahl ist es wichtig, dass die Künstler auch langfristig mit den Kindern arbeiten", erklärt Olaf Bärwaldt vom Fachdienst Schule und Bildung.

In rund zehn Jahren wurden bereits über 100 Projekte durch das Programm realisiert. "Es ist wichtig für Kinder, wenn sie vorne stehen und das aufführen können, woran sie ein Jahr lang gearbeitet haben", ergänzt Bärwaldt. Für das kommende Schuljahr werden wieder insgesamt acht Projekte an Remscheider Grundschulen und Gesamtschulen gefördert.

Quelle: RP
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