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Rollhockey
Marcell Wienberg, übernehmen Sie!

Rollhockey: Marcell Wienberg, übernehmen Sie!
Der starke Mann bei der IGR Remscheid: Marcell Wienberg ist alter und neuer Trainer sowie Sportlicher Leiter beim Rollhockey-Bundesligisten. FOTO: Hertgen
Remscheid. Rollhockey: Der Sportliche Leiter der IGR Remscheid wird wie erwartet auch neuer Trainer. Abschiedsspiel für Schinkowski. Von Henning Schlüter

Knapp sechs Wochen vor dem Start in die neue Bundesliga-Saison mit dem Auswärtsspiel beim HSV Krefeld sind beim Rollhockey-Bundesligisten IGR Remscheid die letzten Weichen gestellt worden. Marcell Wienberg übernimmt wie erwartet die Doppelfunktion als Sportlicher Leiter (wie bisher) und Trainer (für Andreas Reinert). Die zweite Mannschaft, die letzte Saison ebenfalls nicht gerade von übermäßigem Erfolg gesegnet war, wird weiter von Thomas Ullrich und Lukas Kuhn betreut. Und: Im Rahmen des stark besetzten Turniers um den Bergischen Löwen (22./23. August in Hackenberg) wird Marc Schinkowski sein Abschiedsspiel erhalten.

Trainerfrage. Marcell Wienberg war bereits von 2009 bis 2012 Trainer des Bundesliga-Teams der IGR und stand in der vergangenen Saison auch als Co-Trainer mit Andreas Reinert und Markus Wilk an der Bande. Er ist also kein Neuling im Trainergeschäft. "Ich habe Bock auf die Aufgabe, verhehle aber auch nicht, dass ich eine externe Lösung besser gefunden hätte." Mit mehreren Kandidaten wurde verhandelt, letztlich ohne Erfolg. Das mag auch daran gelegen haben, dass die IGR in der abgelaufenen Saison in der Liga nur eine untergeordnete Rolle spielte. Wenngleich der Kader klein ist, sagt Wienberg: "Die kommende Saison ist wichtig für die IGR. Ich möchte in den Meisterschaft-Play-offs und im Pokal wenigstens ins Halbfinale." Zudem soll er die jungen Talente aus den eigenen Reihen (Daniel Strieder, Marcel Pieper, Til Cramer, Jan-Hendrik Kulessa oder Alex Ober) weiter formen und ans Bundesliga-Team heranführen. "Sie sind unsere Zukunft", weiß Wienberg, der mit dem Team am Montag ins Training eingestiegen ist.

Bergischer Löwe. Bereits zum 19. Mal richtet die IGR das Turnier aus. Dieses Mal mit einem beachtlichen Teilnehmerfeld. Titelverteidiger SCA St. Omer/Frankreich ist ebenso dabei wie der HC Palau aus der spanischen Zweiten Liga, die französische und deutsche U 17-Nationalmannschaft, der Valkenswaardse RC/Niederlande, der Deutsche Meister ERG Iserlohn sowie der TuS Düsseldorf-Nord.

Marc Schinkowski. Der große Pechvogel der IGR erhält im Rahmen des Turniers um den "Bergischen Löwen" viel zu früh sein Abschiedsspiel. "Schinki", wie ihn alle nennen, stammt vom IGR-Erzrivalen RSC Cronenberg, wurde mit dem Klub mehrmals Deutscher Meister und Pokalsieger. In Wuppertal wurde er auch Nationalspieler. 2011 wechselte er zur IGR, verletzte sich im Play-off-Halbfinale 2013 aber so schwer, dass er nun seine Karriere beenden muss. IGR-Vorsitzender Georg Feldhoff: "Wir sind der Meinung, dass ein so sympathischer und verdienter Spieler seine Karriere mit einem Abschiedsspiel angemessen beenden sollte."

Quelle: RP
 
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