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Remscheid
"Viele junge Männer aus Afghanistan"

Remscheid. Die ersten 28 Flüchtlinge sind im Schulgebäude an der Tersteegenstraße eingetroffen, 92 weitere sollen heute folgen. Von Cristina Segovia-Buendía

Über Nacht kam die Nachricht, dass 28 neue Flüchtlinge nach Remscheid kommen. "Bei den meisten handelt es sich um junge, allein reisende Männer aus Afghanistan und eine junge Familie", berichtet Petra Schulz. Auch einige allein reisende Minderjährige wurden registriert, um die sich nun allerdings das Jugendamt kümmert.

Untergebracht wurden die Flüchtlinge in der neu eingerichteten Notunterkunft in Kremenholl, wo heute weitere 92 Flüchtlinge erwartete werden. "Woher sie kommen und wie alt sie sind, wissen wir noch nicht", sagte Schulz. Die Informationen seien sehr spärlich, bedauerte sie. Vollends fertiggestellt ist die neue Notunterkunft auch noch nicht: In der Aula, die jetzt als Mensa genutzt werden wird, stehen zwar schon Tische und Sitzbänke bereit, Elektriker erledigen jedoch noch letzte Arbeiten. "Wasserleitungen für den Caterer müssen noch verlegt werden, und uns fehlen immer noch genug Doppelstockbetten", erklärte Rechtsdezernentin Barbara Reul-Nocke. Wegen Lieferverzug liegen die Matratzen zurzeit noch auf dem Boden. Zumindest sei, anders als in Turnhallen, durch die Klassenräume, die als Schlaf- und Sozialräume eingerichtet wurden, für ein gewisses Maß an Intimsphäre gesorgt. "Im Rahmen unserer Möglichkeiten tun wir das Beste, um den Flüchtlingen eine menschenwürdige Unterkunft zu bieten", sagte Reul-Nocke. "Auch mit Hilfe der professionellen Betreuung der Johanniter." Sanitätsräume und Isolierstationen stehen ebenfalls bereit. Denn das Erste, was die Flüchtlinge bei ihrer Ankunft erwartet, ist ein medizinischer Check. Rund um die Uhr sind Johanniter und Security-Kräfte vor Ort. "Tagsüber sind wir fünf Personen plus Leitung, nachts drei", erklärte Petra Schulz. Für die ersten 120 Flüchtlinge seien sie in Kremenholl soweit gut ausgestattet und gut aufgestellt. Platz ist hier für 250 Menschen. Nach Lennep und Hasten ist es die dritte Notunterkunft, die die Johanniter betreuen. Hilfe aus der Bevölkerung wird weiterhin benötigt, jetzt vor allem warme Kleidung. Sachspenden können im Zentrallager der Stadt an der Haddenbacher Straße 38 - 42 abgegeben werden.

Quelle: RP
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