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Lokalsport
Der König der Steine regiert weiter

Norf. In Rastatt bringt Spezialsportler Dieter Wolf die DM-Einzeltitel 140 und 141 ein.

Na klar! Alter ist für Dieter Wolf nur eine Zahl. Doch mit fast 78 hört selbst der König der Spezialsportler auf seinen Körper. Nach den - natürlich mal wieder erfolgreich abgeschlossenen - Deutschen Meisterschaften der Steinstoßer im badischen Rastatt stellte der für den TSV Bayer Dormagen startende Norfer schmunzelnd fest: "Wichtigstes Ergebnis ist, ich habe die Wettkämpfe ohne Verletzung abgeschlossen." So ganz nebenbei fuhr der (schwere) Leichtathlet noch seine Einzeltitel 140 und 141 ein ...

Von den insgesamt 53 Teilnehmern in Rastatt stellten sich in der Altersklasse (AK) 75 fünf dem amtierenden Champion. Hört sich leicht an, war in der Praxis jedoch eine ziemlich üble Plackerei. In knallharten fünf Stunden standen elf Einzeldisziplinen auf dem Programm. An drei Wettkampfstätten kamen besonders fleißige Athleten so auf 33 Versuche - und warfen dabei vom drei bis zum 50 Kilogramm schweren Stein mehr oder weniger alles, was nicht bei drei auf den Bäumen war. Im Achtkampf (drei bis 25 kg) verwies Wolf den Heppenheimer Lothar Pfeifer (51,50) mit 53,10 Metern auf Platz zwei und nahm damit Revanche für die bei der Ultra-DM im Mai in Mutterstadt erlittene Niederlage. Auch beim Sieg im Zehnkampf (fünf bis 50 kg) setzte er sich mit 48,59 Metern gegen seinen Lieblingskonkurrenten Ulrich Bönning vom SC Porta Westfalica Nammen (47,24) durch. Als Rivalen begegnen sich die starken Spezialsten freilich nur im Wettkampf. "Ansonsten sind wir Freunde", stellt Wolf klar. Obwohl er den 50-Kilo-Stein mit 2,55 Metern satte zehn Zentimeter weiter stieß als in Mutterstadt, spürt er mittlerweile den Atem der jüngeren Mitstreiter im Nacken: "Früher habe ich diese Dinger mit links gewonnen, diesmal war es ein höllisch enger Wettkampf."

Sein nächster Einsatz könnten am 18. Juli die Deutschen Meisterschaften der Eisenschleuderer im Hunsrück sein.

(sit)
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