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Lokalsport
Gierath trifft in der Nachspielzeit

Gierath. Bezirksliga-Aufsteiger SV Bedburdyck/Gierath sichert sich gegen den MSV Düsseldorf ein 2:2. Die starken Gäste lassen zuvor die Effektivität vermissen. Von Christos Pasvantis

Dass sich im MSV Düsseldorf am ersten Spieltag die vielleicht spielstärkste und womöglich auch beste Mannschaft der Bezirksliga beim Neuling SV Bedburdyck/Gierath vorstellte, war bereits vor der Partie klar und hat sich gestern auch auf dem Spielfeld bestätigt. Die Art und Weise, in der der Aufsteiger dagegenhielt und sich in letzter Minute ein 2:2-Unentschieden (1:1) sicherte, konnte sich allerdings sehen lassen. So ging die Punkteteilung zum Auftakt sogar in Ordnung.

Die mit hochklassig erfahrenen Spielern gespickte MSV-Elf - allen voran natürlich der überragende Ex-Drittligaprofi Alon Abelski - zeigte in Gierath, dass sie eine echte Zockertruppe ist. Sein enormes Offensivpotenzial ließ der Fusionsklub aus Eller zwar aufblitzen, schaffte es allerdings nicht, daraus genügend Kapital zu schlagen. "Wenn man die sieht, merkt man dann doch schnell, dass das hier jetzt eine andere Liga ist", staunte SV-Trainer Jürgen Steins.

Nachdem seine Defensive in der Anfangsphase noch mehrfach mit einem blauen Auge davon gekommen war, entwischte Abelski seinen Bewachern nach 13 Minuten und schob zur Führung der Gäste ein. Die hätten auch danach mehrfach nachlegen können, erwiesen sich in vielen Szenen aber als einfach zu verspielt. So schlug Marco Wenzek mit einem Traumtor für Gierath zu - sein "Schuss" fast von der linken Eckfahne war sicherlich als Hereingabe gedacht, senkte sich aber hinter dem verdutzten Keeper Georgios Boubardas ins Netz (35.). Nachdem es nach der Pause erneut Abelski war, der in Vollstreckermanier zum 2:1 für Düsseldorf abschloss (48.), wurden die Gastgeber zum Ende der Partie immer stärker.

Der überraschte MSV machte plötzlich Fehler, einen davon hätte der inzwischen ins Zentrum gezogene Flügelflitzer Kevin Mülfarth nach 84 Minuten ausnutzen müssen, als er völlig blank vor dem Tor auftauchte, den Ball aber vorbei schob. Nachdem im Gierather Dauerdruck auch Tobias Daumen aus kurzer Distanz scheiterte, führte ein letzter überlegter Angriff in der Nachspielzeit doch noch zum inzwischen nicht unverdienten Erfolg: Jochen Schumacher spielte Mülfarth auf der rechten Seite frei, der die Übersicht behielt und Ersin Deniz das Ausgleichstor auflegte.

Alles in allem ein gelungenes Debüt für den SV und Trainer Steins: "Ich bin zufrieden. Die Mannschaft hat keine Angst und ist mutig, deswegen ist sie auch in der Lage, zum Schluss noch einmal zuzulegen." Gleichzeitig sieht er nach einer zähen Vorbereitung mit vielen Verletzten noch eine Menge Arbeit vor sich: "Die Saison geht für mich eigentlich erst im Oktober richtig los. Es fühlt sich gerade wie die dritte Woche der Vorbereitung an." Läuft es dabei auch gegen die kommenden beiden Spitzengegner Grevenbroich und Rommerskirchen so gut, muss sich der SV wohl keine Sorgen machen.

Quelle: NGZ
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