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Gnadental beißt sich in der Spitze fest

Lokalsport: Gnadental beißt sich in der Spitze fest
Mit vollem Einsatz: Gnadentals Torhüter Nico Bayer warf sich in jede Flanke und überzeugte mit mehreren starken Reaktionen. Auch weil er in dieser Saison zum dritten Mal ohne Gegentor blieb, steht Gnadental auf Rang sieben. FOTO: woi
Gnadental. Die DJK gewinnt ein enges Spiel in der Bezirksliga gegen den TuS Grevenbroich am Ende zu deutlich mit 4:0. Von Christos Pasvantis

Es war ein typisches Spiel des TuS Grevenbroich in dieser Saison: Gut und absolut auf Augenhöhe mitgespielt, im Torabschluss unglücklich gewesen und hinten bitter bestraft worden. Nach der 0:4-Niederlage (0:1) bei der DJK Gnadental treten die Schlossstädter in der Bezirksliga-Gruppe 4 weiter auf der Stelle. Ganz anders die Gastgeber, die nach neun Spielen schon vier Punkte mehr als nach der ganzen vergangenen Hinrunde gesammelt haben und am Mittwoch nun sogar auf den vierten Tabellenplatz klettern können.

"Das hätte vor der Saison mit Sicherheit keiner gedacht", sagt DJK-Trainer Jörg Ferber, der voller Mut auf das anstehende Nachholspiel beim Tabellenzweiten DJK/VfL Giesenkirchen blickt: "Da können wir uns jetzt richtig oben festbeißen." In einer engen und ausgeglichenen Partie wurde dabei schnell klar, welches Team das Glück in dieser Saison auf seiner Seite hat: Als sich das Spiel nach einer unsortierten Anfangsphase, in der Mehmet Yilmaz und Maik Ferber für die DJK und Dominik Peik und Sascha Pisasale für den TuS zwei jeweils richtig gute Chancen ausließen, beruhigte, schlug Gnadental zu. Houssine Zinane brachte einen unkontrollierten Ball im Stolpern zu Maik Ferber, der auf dem nassen Rasenplatz sofort abzog. Das sollte sich auszahlen, der unplatzierte Schuss rutschte Torwart Marvin Kiese aus 25 Metern durch die Beine ins Tor (25.).

Die klareren Chancen hatten in einer weiter offenen Partie in der Folge aber die Gäste, unter anderem bei einem Kopfball von Eser Pekin, nach einem schlimmen Abwehrfehler von Mehmet Yilmaz und nach einem Sololauf von Pisasale war der TuS aber schlicht zu ungenau oder fand seinen Meister im mehrmals stark reagierenden DJK-Schlussmann Nico Bayer.

Die entscheidende Szene ereignete sich schließlich nach 65 Minuten, als Grevenbroich Pech bei der Entscheidung von Schiedsrichter Niklas Peuten hatte. Der stellte Alexander Hermel zu Recht wegen einer Notbremse gegen Pavel Kramer vom Feld und entschied auf Elfmeter. Den vorausgegangenen Zweikampf Kramers gegen Peik hätte er allerdings zurückpfeifen müssen, nachdem Kramer seinen Gegenspieler im Laufduell zu Fall brachte. "Vielleicht war es auch ein Foul. Aber der Schiedsrichter stand gut und hat es laufen lassen", fand Jörg Ferber, dessen Sohn Maik den fälligen Strafstoß zum 2:0 verwandelte. Die Gäste steckten nicht auf, blieben offensiv und wurden in der Schlussphase böse ausgekontert - Kramer hatte wenig Mühe, das Endergebnis mit einem Doppelschlag in die Höhe zu schrauben (85./88.).

Nach Jahren im Abstiegskampf scheint die DJK Gnadental also endlich mal auf eine sorgenfreie Saison zuzusteuern. Ferber, der sich in der Abwehr derzeit auf die beiden 19-jährigen Pierluigi Principe und Tim Augscheller verlassen kann, scheint eine gute Mischung gefunden zu haben: "Das ist ein richtiges Team, da treffen sich morgens vor dem Spiel auch mal zehn Spieler zum Frühstücken. Das macht im Moment richtig Spaß."

Schlechter sieht es beim TuS aus, der erneut ein enges Spiel nicht für sich entscheiden konnte. Dass sich dabei auch Luca Wünsche am Knöchel verletzte, als er bei einem Eckstoß ausrutschte, passt da irgendwie ins Bild.

Quelle: NGZ
 
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