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Lokalsport
Neusser EV kassiert bittere Schlappe bei den Eisadlern

Neuss. 1. Eishockey-Liga West: NEV verliert in Dortmund 3:15. Von Dirk Sitterle

Das im Vorfeld als Match auf unbedingter Augenhöhe angekündigte Gastspiel des Neusser EV in der 1. Eishockey-Liga West beim Aufsteiger Eisadler Dortmund entwickelte sich zu einem Debakel. Die in der vergangenen Saison noch in der Oberliga spielenden Gäste unterlagen mit 3:15 (1:3, 1:5, 1:7).

Dabei begann der NEV gut, "nach dem ersten Drittel hätte es auch 3:3 stehen können", sagte Cheftrainer Andrej Fuchs. Stattdessen trafen Matthias Potthoff, der bärenstarke Tscheche Jiri Svejda und Sebastian Licau für die Hausherren, während die Jungs vom Rhein lediglich das Tor von David Bineschpayouh bejubeln konnten. Richtig schlimm für die Neusser, die Dortmunds Trainer Krystian Sikorski vor der Partie sogar "mit zu den Favoriten der Liga" zählte, wurde es allerdings erst im zweiten Abschnitt: André Kuchnia, Marvin Cohut, Marc Kolberg, Frank Buchwald und wiederum Jiri Svejda überwanden den Neusser Torhüter Mario Matuschik, der in der ersten Pause den verletzten Markus Felkel abgelöst hatte, noch fünf weitere Male. Zudem erhielt NEV-Verteidiger Francesco Lahmer ebenso wie später auch sein Teamkollege Schahab Aminikia eine Spieldauerdisziplinarstrafe. Beide sind damit automatisch für die nächste Partie gesperrt. "Das sind halt Spieler, die sich immer voll reinhauen - und dieses Engagement geht manchmal in die falsche Richtung", kommentierte der Sportliche Leiter Oliver Gerst. Für allzu große Freude bei den Gästen konnte danach auch der zweite Treffer von David Bineschpayouh nicht mehr zu sorgen.

Mit ihrer 8:2-Führung nach 40 Minuten gaben sich die Eisadler jedoch immer noch nicht zufrieden. Matthias Potthoff (2), André Bruch, Nikolas Bitter, Constantin Wichern, Jiri Svejda und André Kuchnia packten gegen den armen Matuschik noch mal sieben Treffer drauf, für die Neusser schlug im Schlussdrittel nur Thimo Dietrich zu. Für die Höhe der Niederlage machte Oliver Gerst auch den verletzungsbedingten Ausfall von Stamm-Goalie Ken Passmann verantwortlich, wenngleich er seinen Vertreten jeden Vorwurf ersparte: "Du kannst mal verlieren, du kannst auch mal einen schwächeren Torwart haben - aber dann musst als Mannschaft halt anders spielen." Damit hakt er dieses Negativerlebnis ab, hat er als Aktiver doch selbst schon erlebt, "dass es Tage gibt, an denen bei der einen Mannschaft nichts und bei der anderen alles klappt." Mit Blick auf die heutige Trainingseinheit prophezeit er allerdings: "Das wird sehr lustig werden ..!"

Quelle: NGZ
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