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Lokalsport
Neusser HV löst Pflichtaufgabe in heimischer Halle souverän

Neuss. Aufsteiger Habenhausen ist beim 41:24-Heimsieg keine Hürde für den Handball-Drittligisten. Christopher Klasmann erzielt elf Treffer. Von Christos Pasvantis

Vor den durchaus als "Wochen der Wahrheit" zu bezeichnenden kommenden drei Aufgaben hat Handball-Drittligist Neusser HV mit einem 41:24 (18:11) gegen einen restlos überforderten ATSV Habenhausen Selbstvertrauen getankt.

Die nach vier Spieltagen noch punktlosen Bremer Gäste gingen vor 175 Zuschauern - darunter auch 20 eingeladene Flüchtlinge - in der Hammfeldhalle im Tempo-Rausch unter. Trainer René Witte bewertete den Sieg realistisch: "Auch wenn es für uns ein Pflichtsieg war, haben wir heute sehr viele Sachen sehr gut gemacht. Wir wissen das aber genau einzuordnen." Schon im Hinterkopf hatte er dabei die beiden bevorstehenden harten Auswärtsspiele bei der Mindener Reserve und in Schalksmühle, gefolgt vom Derby gegen den TV Korschenbroich. "Das wird richtig, richtig schwer", weiß Witte, der mit den beiden bisherigen Auswärtspleiten in Longerich und Krefeld alles andere als optimal gestartet war. Denn auch wenn der Coach erneut betonte, dass er in dieser Saison "nicht aufsteigen, sondern nur oben mitspielen" will, muss sein Kader sich an dem messen lassen, was er ist: einer der drei besten der Liga.

Daran ließ der NHV am Samstag nicht eine Sekunde zweifeln. Angeführt von einem erneut nicht zu stoppenden Christopher Klasmann (11/4) und dem in der Abwehrarbeit für zahlreiche Ballgewinne verantwortlichen Philip Schneider war der Favorit den Gästen in allen Belangen haushoch überlegen. "Ganz stark war die Abwehrarbeit", meinte Witte. Die sorgte dafür, dass Habenhausen kaum zu offenen Würfen kam. Zur Halbzeit standen für die Bremer neben elf Toren zehn Ballverluste auf dem Statistikbogen.

Sie konnten auch insgesamt acht Minuten in Überzahl nicht nutzen. Schwache 4:4-Tore kamen in dieser Zeit zusammen. Richtig deutlich wurde es in der zweiten Halbzeit, als Witte munter durch wechselte und die Gäste reihenweise am eingewechselten Torwart-Oldie Matthias Reckzeh (41, 9 Paraden) verzweifelten. Dessen Gegenüber Marius Voß und Jannik Wessels hingegen bekamen über das gesamte Spiel jeweils gerade einmal zwei Bälle zu fassen. "Nach der Pause wurden wir überrollt, weil wir zu viele einfache Fehler fabriziert haben", sagte ATSV-Trainer Lars Müller-Dormann.

Fehler, die der NHV mit seiner phasenweise unüberwindbar scheinenden Deckung aber auch provozierte und bis zum Schluss konsequent in Gegentore ummünzte. Für Witte eine Blaupause dafür, wie es auch in den kommenden Wochen laufen muss: "Heute haben wir das Tempo 60 Minuten hochgehalten und uns sehr gut bewegt. Wir müssen länger unser System halten und die Spannung bewahren. Wir haben bisher noch zu oft unsere klare Linie verlassen und uns zum Beispiel in Longerich durch Kleinigkeiten aus dem Konzept bringen lassen."

Quelle: NGZ
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