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Lokalsport
SC Kapellen kehrt zu den eigenen Wurzeln zurück

Kapellen. Viele Spieler aus dem Rhein-Kreis Neuss im Aufgebot. Von Patrick Radtke

13 Jahre lang kickte der SC Kapellen in der fünfthöchsten Spielklasse. Diese Zeit ist nun vorbei. Zum ersten Mal seit der Saison 2003/2004 treten die Erft-Jungs am Sonntag beim ASV Mettmann (15 Uhr) wieder in der Landesliga an. Wichtige Spieler wie Kani Taher (zum VfL Vichttal), Andrej Hildenberg (SC West) und Shota Arai (Ziel unbekannt), dessen Abgang Coach Oliver Seibert als "brutal" bezeichnet, haben den Verein verlassen. Der Aderlass hielt sich insgesamt jedoch in Grenzen. Auf der Seite der Neuzugänge stehen mit Derman Disbudak (FC Monheim) und Aziz Afkir (TSV Meerbusch) zwei absolute Kracher. Der Kader ist für den Aufstiegskampf gemacht, doch Seibert zügelt die Erwartungen: "Wir haben viele junge Spieler aus dem Rhein-Kreis Neuss, wie zum Beispiel Philip Suhr, der vom TSV Norf gekommen ist. Die Jungs sind alle vielversprechend, doch wir kennen die Liga nicht. Wir wollen die bestmögliche Saison hinlegen und mit unserer Leistung begeistern", so Seibert, dem das Wort Aufstieg nicht zu entlocken ist. Unterstützt wird der Trainer künftig von Cengiz Yavuz, der vom VfR Büttgen gekommen ist. "Ich habe mich schon sehr früh mit Cengiz getroffen. Er war als Co-Trainer mein Wunschkandidat. Er soll mit seiner Erfahrung weiterhelfen. Zwischen uns stimmt die Chemie, wir lernen viel voneinander", sagt Seibert. Er freue sich darum auf die Zusammenarbeit.

Die wichtigste Aufgabe wird es sein, das Potenzial der Kicker Woche für Woche voll auszuschöpfen. Werden unnötige Ausrutscher vermieden, steht dem SCK eine gute Saison bevor. Im Tor steht mit Christopher Möllering ein Mann, der dem ein oder anderen Stürmer im Eins-gegen-Eins Duell die Angst ins Gesicht treiben kann, die Manndecker Marcel Koch (Foto) und David Dygacz gehören zur absoluten Güteklasse. Werden Sven Raddatz und Jan Bresser richtig fit, besitzt Kapellen enorme Wucht im Mittelfeld - ergänzt durch Robert Wilschrey und Afkir, den sie beim SCK schon "Zizou" nennen. Die Offensivabteilung wurde komplett neu besetzt. Die Namen können sich sehen lassen: Der laufstarke Dennis Schreuers kam vom SC Düsseldorf-West und soll die beiden Hünen Kilian Lammers und Derman Disbudak mit Flanken füttern.

Gerade Disbudak könnte zum herausragenden Spieler werden - wenn er sich in Kapellen wohlfühlt. Denn in der Vergangenheit wechselte der Linksfuß von einem Verein zum nächsten, allein in der vergangenen Saison lief er im 1. FC Mönchengladbach und im 1. FC Monheim für zwei verschiedene Klubs auf. "Derman ist ein großer und eiskalter Stürmer, der aber auch eine unfassbare Qualität im Fuß hat. Er bringt alles mit", lobt Seibert seinen neuen Sturmführer. Was fehlt, ist die zweite Reihe. Seibert: "Ich hätte kein Problem damit, wenn noch ein, zwei Spieler zum Probetraining auftauchen."

Die NGZ-Prognose: Bleibt der SCK von Verletzungssorgen verschont, wird er ein Wörtchen im Aufstiegsgeschäft mitreden.

(pr)
 
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