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So hält der SCK die Liga

Lokalsport: So hält der SCK die Liga
Andrej Hildenberg (r.) zeigte sich gestern von seiner besten Seite: Spielfreudig, mit gewohnt hohem Einsatz und als Torschütze zum 1:0. FOTO: anja tinter
Kapellen. Oberligist SC Kapellen gewinnt verdient mit 1:0 gegen Baumberg und verlässt die Abstiegsränge. Oliver Seibert coacht schon mit. Von Christos Pasvantis

So richtig wird Oliver Seibert die Geschicke beim Oberligisten SC Kapellen erst in der kommenden Saison leiten (siehe nebenstehender Bericht). Gemeinsam mit Trainer Wolfgang Brück soll der ehemalige Ersatztorwart als eine Art Trainergespann aber schon ab sofort dafür sorgen, dass der SCK den Klassenverbleib schafft. Und wenn er noch häufiger so spielt wie gestern beim 1:0-Erfolg (1:0) gegen die Sportfreunde Baumberg, ist das auch durchaus realistisch. "Ich hoffe, dass das der Mannschaft jetzt einen Schub gibt. Wir haben gut gespielt", fand Seibert.

Dessen Nebenmann Wolfgang Brück setzte sich für das Gespann ein: "Ich fand die Idee gut, weil Oliver da noch eine neue Frische reinbringen kann. Er ist ein guter Mann, mit ihm hat der Verein für die Zukunft genau die richtige Entscheidung getroffen." Dass der 33-jährige Seibert bei der Mannschaft nicht den nötigen Anklang finden könnte, glaubt er nicht: "Egal ob Spieler, Trainer oder Vorstand, alle wollen das gleiche. Den Klassenerhalt. Und dafür werden wir alles tun, was nötig ist. Ich glaube, dass die Mannschaft heute auf dem Platz ja auch eine klare Reaktion gezeigt hat." So spielfreudig wie gestern präsentierte sich Kapellen in der Tat schon lange nicht mehr, angeführt von einem starken Lennart Ingmann und einem ganz starken Kani Taher lief der Ball flüssig, mit den plötzlichen Tempowechseln und den tiefen Zuspielen in die Spitze kamen die Gäste überhaupt nicht zurecht.

Mindestens 3:0 hätte Kapellen zur Pause führen müssen. Sechs Großchancen spielte sich der SCK alleine in der ersten Hälfte heraus, zeigte im Abschluss aber Nachlässigkeiten, die sich später fast gerächt hätten. Das einzige Tor gelang dem guten Andrej Hildenberg, der nach einem Traumpass von Taher nach 13 Minuten auf und davon war und cool einschob. Schon kurz davor vergaben er und sein Sturmpartner Said Harouz eine noch bessere Gelegenheit, auch nach Shota Arais Riesenmöglichkeit zum 2:0 verpasste Hildenberg im Nachschuss (20). Nach feiner Vorarbeit von Ingmann hätte spätestens Manu Ioannidis völlig freistehend erhöhen müssen, schob den Ball aber am leeren Tor vorbei (35.). "Da haben wir es versäumt, uns zu belohnen. Dann wäre die zweite Hälfte sicher ein bisschen ruhiger geworden", fand Brück.

Denn an das enorme Tempo vor der Pause konnte Kapellen im zweiten Durchgang nicht mehr anknüpfen. Shota Arai zwang Gästekeeper Daniel Schwabke mit einem tollen Dropkick zu einer noch tolleren Parade (57.), mehr gefährliche Abschlüsse waren danach aber nicht zu verzeichnen. Baumberg fand seinerseits besser ins Spiel, Muhammet Ucar hätte wie aus dem Nichts nach einer Stunde per Kopf den Ausgleich machen können, Jose-Miguel Lopez Torres kurz vor Schluss müssen. Nach 84 Minuten war sein Flachschuss aus zehn Metern aber zu zentral, so dass Torwart Christopher Möllering das Leder in höchster Not gerade noch von der Linie kratzen konnte - es wäre unverdient, angesichts der Kapellener Lage aber irgendwie auch folgerichtig gewesen. "Das war am Ende noch mal richtig eng", sagte Seibert. Weil der Cronenberger SC gleichzeitig gegen Ligaschlusslicht FC Kray nach 0:3-Pausenrückstand nur noch auf 2:3 verkürzen konnte, verlässt Kapellen damit wieder die Abstiegsränge.

Während in Seibert sowie Jürgen Steins für die neue U23 damit zwei wichtige Personalentscheidungen feststehen, ist der SCK weiter auf der Suche nach einem Nachfolger für Paul Rösgen, der als sportlicher Leiter zurückgetreten war. "Wir sind da im Moment in intensiven Gesprächen und freuen uns, schon zwei Posten besetzt zu haben", sagte der Zweite Vorsitzende Frank Frinken.

Quelle: NGZ
 
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