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Ngz-Sportlerinnen Des Monats Oktober
Sprintduo harmoniert nicht nur im Boot

Ngz-Sportlerinnen Des Monats Oktober: Sprintduo harmoniert nicht nur im Boot
Mit Erfolgen bei NGZ-Sportlerwahlen kennen sich Vera Spanke (vorn) und Alina Stammen aus: Gemeinsam wurde das Duo des Neusser Rudervereins zum zweiten Mal "Sportlerinnen des Monats", außerdem hat jede bereits einen Einzeltitel. FOTO: NRV
Neuss. Vera Spanke und Alina Stammen sind auf Erfolge abonniert, sowohl bei der NGZ-Sportlerwahl als auch bei den Deutschen Sprintmeisterschaften. Rudern und ihr Studium an der Uni Düsseldorf bringen die beiden 19-Jährigen gut unter einen Hut. Von Hannah Nehrig

Zum Abschluss der Regattasaison belohnten sich Alina Stammen und Vera Spanke vom Neusser Ruderverein mit dem Vizemeistertitel im Zweier über die Sprintstrecke, der ihnen mit großem Vorsprung die Auszeichnung als "NGZ-Sportlerinnen des Monats" einbrachte - nicht zum ersten Mal in ihrer noch jungen Karriere.

350 Meter mussten die beiden auf dem Elfrather See in Krefeld zurücklegen. Obwohl sie sich direkt für das Finale qualifiziert hatten, war ein Platz auf dem Siegerpodest nicht klar. "Die Zeiten im Vorlauf waren schon total eng beieinander, so dass es ein sehr spannendes Rennen war. Umso mehr haben wir uns dann über die Silbermedaille gefreut," sagt Alina Stammen, die per Zufall durch einen Freund zum Rudersport kam.

Im Gegensatz zu ihrer Zweierpartnerin Vera Spanke, die schon seit sie denken kann mit dem Sport verbunden ist. "Durch meine Eltern bin ich schon als kleines Kind mit zum Ruderverein genommen worden und habe den Sport und das Vereinsleben kennengelernt," sagt Spanke, "die Leute hier sind zur Familie geworden." Auch Stammen hat sich direkt ins Rudern verliebt. "Es ist einfach ein super Sport, bei dem alle Muskeln des Körpers beansprucht werden, es wird viel Konzentration gefordert und die Bewegungsausführung muss perfektioniert werden. Außerdem liebe ich es, draußen Sport zu machen."

Scheu vor Kälte sind die beiden nicht, denn auch im Winter findet man sie im Neusser Hafenbecken. "So nass wird man gar nicht," lacht Spanke, "wir versuchen mindestens einmal die Woche aufs Wasser zu gehen, aber natürlich liegt der Schwerpunkt im Winter auf Krafttraining und Training auf dem Ergometer." Acht bis neun Mal in der Woche sind die zwei 19-jährigen beim Training, ein Leben ohne Sport ist da schwer vorstellbar. Trotzdem befinden sich beide mitten im Studium an der Uni in Düsseldorf. Mit Pharmazie und Mathematik haben sie sich nicht gerade die leichtesten Studiengänge ausgewählt, kriegen es aber mit dem Sport sehr gut verbunden. "Es ist zwar anstrengend, aber wenn man es wirklich will, machbar," sagt Stammen.

Die beiden sind sich einig, Rudern hat oberste Priorität. Im Boot dagegen kommt es schon mal zu den ein oder anderen Meinungsverschiedenheiten. "Vor allem, wenn es um den Start geht, ob das Boot gerade ist oder nicht," erzählt Stammen, "aber das sind nur Kleinigkeiten, ansonsten harmonieren wir super." Und das kann man auch von außen beobachten: "Die beiden haben sich gefunden, es sieht super aus, wenn sie zusammen im Boot sitzen," sagt Veras Vater Bernhard Spanke, "beide sind nicht die größten und muskulösesten Kanten, aber haben eine super Technik, die wunderbar zusammenpasst. Das ist ihre große Stärke."

Bei einem Wettkampf sind die beiden ähnlich gestrickt. "Haare machen, schminken und roten Nagellack auftragen, gehört zu unseren Ritualen, damit man auf dem Siegerfoto nachher auch gut aussieht," lacht Spanke, "wir wollen nicht zu verkrampft bei einem Wettkampf sein, sondern vor allem Spaß dabei haben."

Hauptsächlich in der Herbstsaison trainieren sie gemeinsam, jetzt geht jeder wieder seinen Zielen nach. "Ich habe vor allem die U23 Weltmeisterschaft in Bulgarien im Blick," sagt Vera Spanke, die bereits bei der Junioren-WM 2014 Goldim Achter gewann, "die Qualifikationsphase beginnt ab Ostern, darauf wird jetzt alles ausgelegt." Alina Stammen hat ebenfalls ein klares Vorhaben: "Ich möchte Sprintmeisterin werden." Dass die Sprintdistanzen genau ihr Ding sind, hat auch der Verein schnell erkannt. "Alina ist beim Sprinten echt eine Bank, da mischt sie ganz weit vorne mit," sagt Bernhard Spanke.

Quelle: NGZ
 
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