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Lokalsport
TVK freut sich auf Handballfest zum Jahresabschluss

Korschenbroich. Drittligist erwartet morgen gegen den Longericher SC ein "volles Haus" in der Korschenbroicher Waldsporthalle. Von Volker Koch

Kai Faltin ist eigentlich ein eher bescheidener Mensch. Doch zu seinem 43. Geburtstag erwartet er morgen Abend mehr als 600 Gäste - schließlich fallen das Jubelfest des Sportlichen Leiters und das letzte Heimspiel des TV Korschenbroich in diesem Kalenderjahr auf einen Tag.

Und weil zu diesem Heimspiel morgen ab 20 Uhr mit dem Longericher SC ein Lokalrivale und "das" (positive) Überraschungsteam der Hinrunde in der Dritten Liga West schlechthin in der Waldsporthalle zu Gast sind, rechnet der TVK mit einem "vollen Haus". Die Kölner, die sich in ihrer ersten Drittliga-Saison mit Siegen über den Neusser HV (30:27), den Leichlinger TV (28:26) und die HSG Krefeld (25:23) und einem Unentschieden gegen Tabellenführer VfL Fredenbeck (29:29) als Favoritenschreck par excellence präsentierten, reisen nicht nur mit der starken Bilanz von 17:11 Punkten an, sondern bringen auch eine Hundertschaft Anhänger mit.

"Es ist schön, dass so viele Fans kommen, ich hoffe trotzdem, dass es ein Heimspiel für uns wird", sagt TVK-Trainer Ronny Rogawska. Auch seine Schützlinge gehören zu den positiven Erscheinungen, angesichts der personellen Voraussetzungen und der Zahl der Langzeitverletzten, von denen morgen weiterhin Henrik Schiffmann, Markus Neukirchen und Nicolai Zidorn fehlen werden, sind 16:12 Punkte und Tabellenplatz sieben aller Ehren wert, wobei mit etwas mehr Konsequenz und Konstanz sogar noch mehr drin gewesen wäre. Deshalb sagt Rogawska: "Das muss Anreiz genug sein, um noch einmal alles zu geben und uns mit einem Sieg von unseren Fans aus dem Sportjahr 2015 zu verabschieden."

Freilich weiß er auch, dass das leichter gesagt als getan ist. "Wir müssen dahin gehen, wo es weh tut, nur dann haben wir eine Chance, die beiden Zähler in Korschenbroich zu behalten", sagt er mit einem deutlichen Verweis auf die Partie am Sonntag in Aurich, bei der die Korschenbroicher erst nach der Pause "aufwachten", nachdem Rogawska in der Kabine an die "grundlegenden Tugenden" eines Handballers erinnert hatte: "Kämpfen und sich auch mal dem Gegner in den Weg stellen." Weil sie das im zweiten Durchgang beherzigten, machten seine Schützlinge aus einem zwischenzeitlichen Sieben-Tore-Rückstand immerhin noch ein 24:24-Unentschieden. So weit möchte es der Däne, der in Aurich nach acht Minuten beim Stande von 0:4 seine erste und nach 21 Minuten (4:10) seine zweite Auszeit nahm, morgen Abend nicht kommen lassen. "Wir müssen von Beginn an hellwach sein, aggressiv in der Deckung zur Sache gehen und vorne zielstrebig agieren." Das um so mehr, als die Gäste in Valentin Inzenhofer über einen der stärksten Torhüter der Liga verfügen.

Verzichten muss Longerichs Trainer Christian Stark auf den langzeitverletzten Kapitän Christian Wolf, für den Marian Dahlke per Zweitspielrecht vom Oberligisten MTV Köln verpflichtet wurde, und den ebenfalls angeschlagenen Ex-Korschenbroicher Jens Warncke. Der kann sich zu einer ganzen Reihe ehemaliger TVK-Akteure setzen: Olaf Mast, Matthias Theimann, Pascal Schiewe, Dirk van Walsem, Daniel Spix und Lukas Schumacher haben sich für morgen Abend angesagt. Da steht einem Handballfest eigentlich nichts mehr im Wege.

Quelle: NGZ
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