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Marianne Förster stellt ihr Glehner Mundartbuch vor
Wärme, Freude und der Glehner Humor

Marianne Förster stellt ihr Glehner Mundartbuch vor. Immer wieder wurde sie bedrängt: "Du musst die Erlebnisse der alten Glehner zu Papier bringen, diese Überlieferungen in Glehner Mundart dürfen nicht in Vergessenheit geraten." Marianne Förster ließ sich viel Zeit, steckte ihre Kreativität zunächst in die Gestaltung von hochwertigen Grußkarten, schrieb Kurzgeschichten, Sketche und Gedichte. Gemeinsam mit den Heimatfreunden stellt sie am 23. Juni ihr Mundartbuch "Freud jeht vür e' nöi' Hemb" vor: Marianne Förster. In der ihr eigenen Art zeichnet die Autorin aus wahren Begebenheiten und köstlichen Unterstellungen ein Glehner Lebensbild der guten alten Zeit. Freude und der Glehner Humor schwingen in jeder Zeile mit. NGZ-Foto: L. Berns -->

Doch jetzt ist es endlich soweit: Die waschechte Glehnerin hält das lang ersehnte Werk in Händen. Mit "Freud jeht vür e' nöi Hemb" (Freude ist wichtiger als ein neues Hemd) ist dieses Werk betitelt. Und viel Freude bereiten die 40 Erzählungen und Gedichte, in Mundart und teilweise in Hochdeutsch - angereichert mit 20 historischen Fotographien, für die eigens die Glehner Heimatfreunde ihr Archiv geöffnet haben. Marianne Förster lässt auf 110 Seiten Lebensfreude sprechen. Begebenheiten und Überlieferungen vieler uralter Originale - Glehner Typen mit Charisma - hat die Autorin zusammengestellt und in der ihr eigenen Art gefühlvoll ausgearbeitet.

Sie streift dabei die breite Themenpalette, verzichtet aber auf den erhobenen Zeigefinger. Ihre Devise: "Optimistisch muss man die Herausforderungen des Alltags angehen." Ihr Motto zieht sich wie ein roter Faden durch das ganze Buch. Dies bescheinigt ihr auch Alfons Kranz. Und so schreibt der Alt-Verleger der Neuß-Grevenbroicher Zeitung in seinem Vorwort: "Marianne Förster präsentiert ihrer Leserschaft ein über viele Jahre gewachsenes Werk, in dem die Freude und der Glehner Humor in jeder Zeile mitschwingen. Es ist die ,Mundart-Ernte' der Reifejahre." Sein anerkennendes Urteil: "Wer dieses Buch liest, der spürt die Wärme, Farbe und Treffsicherheit der Glehner Mundart, die Marianne Förster einfühlsam und meisterlich beherrscht."

Mit einem rührenden Dankeswort an ihre verstorbenen Eltern Therese und Adolf Pesch stimmt Marianne Förster den Leser auf eine Vergangenheit ein, die in einer vitalen Lebendigkeit an einem vorüberzieht. Mit "Nirjends es et esu lebendisch wie o'm Kerkhoff" erweckt sie Johann und Marie wieder zum Leben - ein Zwiegespräch, das in der Vergangenheit mehrfach von Mundart-Schauspielern mit großem Erfolg aufgeführt wurde. "Erste Liebe" oder "Nu es hä fott, dä staatse Keäl", "Dr Tanzkursus", "Fräulein Sofie" oder "De Sperrjut-Affäre" machen Appetit auf mehr. Wahre Begebenheiten und köstliche Unterstellungen zeichnen ein Glehner Lebensbild der guten alten Zeit, die nur in Mundart so heiter erzählt und beschrieben werden kann.

Wie eng Marianne Förster mit ihrem Heimatdorf verbunden ist, verpackt sie als Liebeserklärung in "Unges Jlähen". Ein Loblied ("Ja, ja merr Jlähener sennt en joode Zo'et, verspräsche nix, ävver halde immer Wo'et."), das nur den Schluss zulässt, es gibt für jeden Glehner auch ein Plätzchen im Himmel. Die Schirmherrschaft für dieses Mundartwerk haben die Glehner Heimatfreunde übernommen. Und so war es für die aktiven Mitglieder um ihre Vereinsvorsitzende Waltraud Delbeck ein Muss, das Buch mit einem Tag der offenen Tür am 23. Juni in der Gaststätte "Alt Glehn" (Hauptstraße 24) der Öffentlichkeit vorzustellen.

Der Heimatfreunde-Vorstand und das eingespielte Damen-Team werden ab 14 Uhr in altbewährter Weise an diesem Tag für ein attraktives Programm mit Mundartbeiträgen sorgen. Natürlich wird auch das Glehner Heimatlied - mit der Melodie von Paul van de Weyer - angestimmt. Das Mundartbuch zum Preis von 15 Euro ist in einer limitierten Auflage von 1.000 Stück erschienen und ist am Präsentationstag - auf Wunsch natürlich auch mit Signatur - erhältlich. Ruth Wiedner

Quelle: NGZ
 
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