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Serie Adventskerzen (3)
Das Ewige Licht brennt tagaus, tagein

Neuss. Es steht in einer Ampelvorrichtung in einem roten Behälter am Tabernakel: "Das Ewige Licht brennt in katholischen Kirchen immer. Es leuchtet tagein, tagaus als Zeichen der permanenten, ewigen Gegenwart Gottes im geweihten Brot im Tabernakel", erklärt Matthias Godde, Diakon der Pfarreiengemeinschaft "Neuss - Rund um die Erftmündung". Das Licht zeige an: "Wo Gott wohnt, ist immer Licht", so Godde. Zahlreiche Bibelverse belegen diese Bedeutung und Godde zitiert als Beispiel aus Jesaja: "Bei Tag wird nicht mehr die Sonne dein Licht sein, und um die Nacht zu erhellen, scheint dir nicht mehr der Mond, sondern der Herr ist dein ewiges Licht, dein Gott dein strahlender Glanz." Dass das Ewige Licht in der St. Konrad-Kirche in Gnadental nie ausgeht, dafür sorgt Küster Klemens Hoffmann. Er wechselt regelmäßig die Kerze aus, die über mehrere Tage brennt. Nur an Karfreitag und Karsamstag brennt kein Ewiges Licht. "Gründonnerstagnacht wird der Tabernakel geräumt und das Ewige Licht gelöscht. In der Osternacht werden die Hostien geweiht und das Ewige Licht entzündet", sagt Godde.

Jene Hostien, die beim Abendmahl in den Leib Christi gewandelt wurden, werden im Tabernakel für Alte und Kranke aufbewahrt. Der Tabernakel und das Ewige Licht seien somit Orte, die der Verehrung Gottes dienen, so der Diakon.

Das ewige Licht gibt es in katholischen Kirchen seit dem 13. Jahrhundert. Bereits zuvor gab es dieses schon in orthodoxen Kirchen. Im Mittelalter wurden einige Kirchen auch so gebaut, dass in besonderen Öffnungen der Wände das Ewige Licht von außen zu sehen war. Auch in vielen Synagogen gibt es das Ewige Licht. Es hängt vor dem Toraschrein und erinnert ebenfalls an die ewige Gegenwart Gottes. BÄRBEL BROER

Quelle: NGZ
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