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Tradition
Kaarster Künstler malen Bilder fürs ganze Jahr

Neuss. Sprache der Symbole" lautete das Motto für den neuen Sparkassenkalender. 18 Kaarster Künstler bewarben sich mit insgesamt 47 Exponaten. Das Jahr 2016 beginnt mit einem Bild von Petra Groh, das an Schnee, Eis und Dunkelheit zu erinnern scheint - ein richtiges Winterbild also? Die Künstlerin sieht das nicht so. Für sie verkörpert es eine In-sich-zurückgezogenheit. Im Februar ist Ulrich Fritsch mit der "Stadt der Symbole" vertreten - abstrakte Malerei, wenige geometrische Formen verkörpern die Architektur.

Auf dem März-Blatt ist das Bild "Entstehung von Wasser" von Birgitt Verbeek zu sehen. Sie griff zu Spachtelmasse und zu Pigmenten, auf der von Weitem fast monochrom wirkenden Fläche kann der Betrachter bei genauem Hinsehen Formen erkennen wie die der Erde, die aus dem Wasser entstanden ist. "Über den Dingen" nannte Volkmar Pferdmenges sein Bild. Das Symbol ist unübersehbar ein Kreuz, auf sehr malerische Weise umgesetzt. Die Kreuzform ist ausgefüllt mit Strukturen, die vom Betrachter interpretiert werden können.

Im Mai begleitet die Besitzer des Sparkassenkalenders eine Collage aus Pastell von Lilo Juszyk. Sie setzt sich mit Symbolen der Zeit am Beispiel von Bauten auseinander. Das Juni-Bild strahlt Harmonie aus: ein Paar, ein Haus - Geborgenheit. Renate Linnemeier experimentierte, malte auf einem Holzkasten, was der Arbeit den Charakter eines Objekts verleiht und auf dem Titelblatt-Foto besser rüberkommt. "Zart und hart" nennt Gerlind Engelskirchen ihr Foto auf der Juli-Seite: ein Stein in einem Fenster, dazu ein Spinngewebe - größer kann ein Kontrast kaum sein.

Klaus Büschgens nennt das August-Bild "Sonniges Gemüt". Dafür steht die große gelbe Farbfläche. Kleine Flächen in unterschiedlichen Farben sind für ihn Gedanken, die oft miteinander verbunden sind. Eine gelbe Farbfläche prägt auch das Bild von Ursula Ringes-Schages. Sie steht für Sonne und Licht, schemenhaft ist ein Wanderer zu erkennen, offenbar ein Pilger. Gisela Wollersheim hat ein Foto digital verarbeitet.

Es dominiert eine zerbrochen Scheibe. Angebrannte Streichhölzer stehen für Uli Fern für einen Burnout. Das Bild passt zur Novemberstimmung. Im Dezember gibt es ein Rätsel: Was verbindet diesen alten Mann mit den Tätowierungen und der jungen Frau? Heike Plohs präsentiert mit "Sehn-Sucht" eine Collage auf einer Monotypie. Die Arbeit ist eigens für den Kalender entstanden. Neben den Kalenderbildern sind noch gut zwei Dutzend weitere Bilder in der Büttger Filiale der Sparkasse zu sehen und den Kalender gibt es gratis.

barni

Quelle: NGZ
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