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Rheinberg
Urkunden für erfolgreiche Stadtradler

Rheinberg: Urkunden für erfolgreiche Stadtradler
Für die Katholische Frauengemeinschaft St. Anna gab es Gold: Platz 1 bei den Gruppen. Das Team kam auf stolze 9292 Kilometer. FOTO: Armin Fischer
Rheinberg. 800 Rheinberger brachten es in diesem Jahr auf 89.259 Kilometer. Die Preisverleihung fand in der Europaschule statt. Von Uwe Plien

Toni Radau ist von Haus aus Läufer. Aber wenn das Stadtradeln ansteht, schwingt sich der Eversaeler gerne und oft auf sein Rad. Seit einem Jahr ganz besonders gerne: "Ich bin jetzt Rentner und habe mir ein E-Bike gekauft", sagte er gestern. Als Bürgermeister Frank Tatzel in der Europaschule die Gewinner des jährlich stattfindenden Wettbewerbs bekanntgab und Urkunden verteilte, gehörte auch Toni Radau zu den Gewürdigten. 2662 Kilometer ist der Eversaeler in den drei Wochen geradelt. Damit ist er der beste Rheinberger Einzelradler dieses Jahres und liegt immerhin 1000 Kilometer vor dem Zweitplatzierten Reimund Wittmann.

Als Gastgeber freute sich Martin Reichert, Mitglied der Schulleitung, darüber, dass die Preisverleihung in der Europaschule stattfand. "Ich bin selbst begeisterter Radler", versicherte der Lehrer, der jeden Tag und bei jedem Wetter von Moers zur Arbeit nach Rheinberg und zurückfährt. "Und zwar aus ökologischen, ökonomischen und Fitnessgründen." Frank Tatzel erinnerte daran, dass die Stadt als ehemaliger Stadtradel-Bundessieger Vorreiter im Klimaschutz sei. Im kreisweiten Ranking landete Rheinberg hinter Hamminkeln auf Platz zwei. "Ein gutes Ergebnis", so der Bürgermeister, "und im nächsten Jahr können wir die Hamminkelner überholen." Nicole Weber-Ferreira dos Santos, Klimaschutzmanagerin der Stadt, zeigte sich weniger euphorisch. "Wir sind nicht zufrieden mit dem Ergebnis des diesjährigen Stadtradelns", sagte sie. "Wir hatten ein Handicap mit dem Wetter, und insgesamt hat die Begeisterung für das Stadtradeln in Rheinberg nachgelassen. Wir müssen das im nächsten Jahr neu beleben." Wichtig war ihr der Hinweis, dass es auf jeden Fahrer ankommt - ganz gleich, ob er viel oder wenig radelt. "Es geht uns darum, dass Alltagsradeln im Bewusstsein zu verankern. Es geht nicht in erster Linie um die große Sonntagsradtour." Unterstützt wurde das Stadtradeln insbesondere von Innogy (RWE) mit 2500 Euro aus dem Klimaschutzpreisbudget. Bei den Betrieben siegte der Industriepark Rheinberg mit 7108 Kilometern (250 Euro) vor der Stadtverwaltung Rheinberg (2180 km, 150 Euro). Bei den Gruppen lag die kfd St. Anna mit 9292 km (dafür gibt es 150 Euro) klar vorne, gefolgt von Bürgerhaus Budberg, Grünfahrer, Churchbiker, Bürgerschützen Rheinberg und Triathlon-Team Rheinberg. Bei den Grundschulen stellte die Grundschule am Bienenhaus Millingen die beste Klasse (Klasse 1 von Jasmin Brune, 480 km, 250 Euro), bei den weiterführenden Schulen hatte die Klasse 8c der Europaschule von Barbara Koczy die Nase von (2051 km, 250 Euro), während bei den Kindertagesstätten die "Tigerflitzer" mit 1712 km (250 Euro) das Rennen machten. Bei den Schulen insgesamt siegte die Europaschule mit 4695 km vor dem Amplonius-Gymnasium (2727 km). Beide Schulen erhielten als Erinnerung wie alle anderen Gewinner auch Urkunden. Auf Platz drei folgte die Grundschule am Deich Wallach.

Quelle: RP
 
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