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Rommerskirchen
Rommerskirchen trauert um Metallbildhauer Wolfgang Göddertz

Rommerskirchen. Sein Tod wurde erst mit mehrwöchiger Verspätung bekannt. Bereits am 12. Juli starb nach langer schwerer Krankheit im Kreis seiner Familie der bekannte Metallbildhauer Wolfgang Göddertz im Alter von 71 Jahren. Seine Skulpturen prägen nicht allein die Großstadt Köln, wo er unter anderem den Ebert-Platz mit seiner "Wasserkinetischen Plastik", einem begehbaren Brunnen, gestaltet hat. In Grevenbroich geboren, lebte Wolfgang Göddertz zeitweilig auch in Rommerskirchen und hat in seiner alten Heimat künstlerische Spuren hinterlassen.

Seit Dezember 2007 nämlich ziert eine vom Göddertz geschaffene, rund sechs Meter hohe und 3,90 Meter breite und tiefe Skulptur den Kreisel am Rommerskirchener Einkaufszentrum CAP. Das zwei Tonnen schwere Werk mit dem Titel "Vierwinden" zeigt buchstäblich an, aus welcher Richtung der Wind weht. Die beiden mittleren Elemente hat Göddertz so im Rahmen der Skulptur befestigt, dass sie sich frei drehen und der Wind sie in alle Richtungen bewegen kann.

Wolfgang Göddertz lebte zuletzt in der Nachbarstadt Pulheim und arbeitete in seinem in Köln befindlichen Atelier. Mit etlichen Kunstpreisen ausgezeichnet, hatte er seit 1963 nicht allein in Deutschland zahlreiche Ausstellungen und war in Kairo ebenso Gastdozent wie im kolumbianischen Medellin. In Tel Aviv gestaltete Göddertz die Freiplastik "Wasseraugen". Der gelernte Kunstschmied hatte in den 1960-er Jahren Bildhauerei studiert. Als Schüler und Anhänger Henry Moores war er ein vehementer Verfechter von bildender Kunst gerade auch im öffentlichen Straßenbild. Dabei war Edelstahl sein liebstes Material.

(S.M.)
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