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Rommerskirchen
Schüler sind schon jetzt "olympiareif"

Rommerskirchen. An der Frixheimer Grundschule machen alle 153 Kinder bei der sechsten Schulolympiade mit. Von Sebastian Meurer

Bis zu den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro sind es noch gut zwei Monate, die Frixheimer Grundschüler stecken bei ihrer Schul-Olympiade schon mittendrin im Kampf um Medaillen, an den sich am Freitag nahtlos die Bundesjugendspiele anschließen werden.

Auf dem Stundenplan der Gemeinschaftsgrundschule (GGS) steht für alle 153 Jungen und Mädchen diese Woche ausschließlich Sport, und das hat mittlerweile eine 20-jährige Tradition in Frixheim. Ins Leben gerufen hat sie 1996 der frühere Schulleiter Hans Groneck. "Bewegungserziehung wurde schon damals großgeschrieben", sagt seine seit 2008 amtierende Nachfolgerin Astrid Kleine. Dass Kinder sich mehr bewegen sollten, ist seit langem eine der Lehren, die aus Schuleingangsuntersuchungen gezogen werden, indes oft theoretischer Natur bleiben. "Ich kenne zwar die aktuellen Zahlen noch nicht, aber es ist schon seit Jahren so, dass etwa das deutliche Sprechen stark nachgelassen hat", sagt Astrid Kleine.

In den Familien werde weniger gesprochen, was nach ihren Worten ursächlich mit dem schon früh beachtlichen Medienkonsum zu tun hat. Der auch bei körperlichen Defiziten seine Rolle spielt: An der Grobmotorik hapert es oft, wobei jedoch Astrid Kleine zufolge die genannten Probleme in Frixheim nicht stärker ausgeprägt seien als andernorts. Immerhin: "Es hat uns schon gewundert, wie viele Kinder es geschafft haben, 30 Minuten am Stück zu laufen", so die Rektorin.

All dies könnte auch damit zusammenhängen, dass neben der Bewegung die gesunde Ernährung einen wichtigen Part im Schulprofil spielt. Den von der Unfallkasse NRW vergebenen Schulentwicklungspreis " Gute gesunde Schule" hat die GGS 2012 und 2014 gewonnen. Diesmal hat sie wegen der Olympiade auf die Teilnahme verzichtet, wird Astrid Kleine zufolge aber 2017 wohl wieder antreten.

Für die Kinder ist die Woche vor allem auch ein Riesenspaß, der dann noch einmal besonders groß wird, wenn "Größere" bezwungen werden. Die Erstklässlerinnen Leona und Sophia (beide sieben) haben mit ihrem Team beim Völkerball schon gesten früh gegen eine Mannschaft von Zweitklässlern gewonnen. Vorrangig bleibt jedoch das (einstige) olympische Motto, wonach Dabeisein alles ist: Keine Sieger und Verlierer gab es etwa beim Tanznachmittag, für den sich die Kinder freiwillig anmelden konnten. Die Schulolympiade wird jeweils nur alle vier Jahre abgehalten, wenn die "echten" olympischen Sommerspiele stattfinden. Jedes Kind, dass die GGS besucht, wird also einmal dabei gewesen sein.

Quelle: NGZ
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