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Solingen
Der Kulturnacht folgt der Kulturmorgen

Solingen: Der Kulturnacht folgt der Kulturmorgen
Die Peter Nonn Blues Band aus Leverkusen war am Kulturmorgen zu Gast im Alten Stellwerk. FOTO: Anja Tinter
Solingen. Offene Ateliers boten Ausstellungen, Lesungen und Musik für alle, die am Samstag nicht genug Kultur bekamen. Von Sandra Grünwald

Zum ersten Mal ging die Solinger Kulturnacht in die Verlängerung und belebte die Stadt noch am Sonntagmorgen. Viele Künstler öffneten ihre Ateliers, wie das "Alte Stellwerk", wo die Besucher an den Meeresstrand versetzt wurden. Hier zeigte der in Solingen und auf Sylt lebende Künstler Dawid seine Werke: Muscheln und Seeschnecken, auf eine Leinwand drapiert, weiß überzogen, auch Fischernetze und Holzstücke hat Dawid verarbeitet. "Seit ich hier in Solingen bin, kombiniere ich die Muscheln mit Holz", erklärt Dawid. Es ist das Treibholz, das er während seiner Spaziergänge entlang der Wupper sammelt. So bringt er in seinen dreidimensionalen Bildern die Wupper und die Nordsee zusammen.

Nicht nur das Auge kam im "Alten Stellwerk" auf seine Kosten. Die Peter Nonn Blues Band aus Leverkusen war zu Gast und sorgte mit einer Mischung aus Folk, Country und Blues für eine locker fröhliche Stimmung. "Uns gibt es seit 1974", verrät Peter Nonn. Die handgemachte Musik kam beim Publikum gut an und passte auch hervorragend zu den Texten von Mitgliedern der Solinger Autorenrunde, die die Spielpausen mit Gedichten und Geschichten füllten.

Martina Hörle, Bernd Möller, Andreas Erdmann, Steph Engert, Kay Ganahl, Karla Janka und Christiane Trunk beschäftigen sich mit der Solinger Kultur. So las Martina Hörle die Geschichte vom geheimnisvollen Blotschen, dem alten Holzschuh der Schleifer, und Christiane Trunk beschrieb den Charakter von Dornsiepen. Steph Engert verspann eine magische Schwert-Geschichte mit der Solinger Schwertschmiedekunst. Beate Kunisch dagegen war gleich zweimal zu erleben.

Sie las ihre Geschichte "Die Busreise", die sich als traumhafte Kulturreise entpuppt, nicht nur im "Alten Stellwerk", sondern auch bei der Lesung der VHS-Schreibwerkstatt im "Atelier Gleis 3". Unter dem Titel "Lieblingsstücke" war eine bunte Mischung an Kurzgeschichten und Gedichten zu hören - von den "Roten Rehen" von Jeannette Baden-Jaber über eine "Autofahrt" von Ulrike Friedrichs bis zu der "Birne" von Ingeborg Gotzmann und dem "Schneemann" von Bernard Schreiber. Jonas Möller umrahmte die Texte am Klavier.

Die Gräfrather Galerie "Art-Eck" lud zum Kunstsalon ein und zeigte etliche Werke unterschiedlicher Künstler. Wer einmal eigenhändig ein Eisen im Feuer haben wollte, konnte bei einem Schnupperkurs in der Eventschmiede von Michael Bauer-Brandes den Hammer schwingen und das Eisen schmieden, solange es heiß war.

Quelle: RP
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