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Solingen
Kaiserin Katharina bittet zur Audienz

Solingen: Kaiserin Katharina bittet zur Audienz
Feuer frei fürs 18. Jahrhundert: Darsteller in historischen Kostümen sorgen beim Museumsfest in Gräfrath für die richtige Atmosphäre. FOTO: KÖHLEN (Archiv)
Solingen. Das historische Fest im Klingenmuseum am kommenden Sonntag steht im Zeichen des 18. Jahrhunderts mit der zweiten Kaiserin und Selbstherrscherin aller Russen. Auftakt ist bereits der Ball "St. Petersburger Nächte" am Samstagabend. Von Sandra Grünwald

Auch beim diesjährigen historischen Museumsfest dreht sich alles um eine Frau: Katharina, die zweite Kaiserin und Selbstherrscherin aller Russen. So wurde das Klingenmuseum in Gräfrath bereits ganz im Stile der russischen Palastarchitektur des 18. Jahrhunderts eingerichtet. Wandvertäfelungen, die jenen des Palastes in St. Petersburg nachempfunden sind, hängen neben Portraits von der Kaiserin höchstselbst und russischen Prinzessinnen - allesamt Reproduktionen von Original-Gemälden - gerahmt in goldenen, aufwändigen Rokoko-Rahmen.

Sie verzaubern genauso wie die höfischen Möbel, die von Dr. Achim Stanneck für das historische Museumsfest zur Verfügung gestellt wurden. Und nicht nur das - als treibende Kraft hinter dem Museumsfest organisierte er mit seinem Fachwissen und vielen Requisiten dieses besondere Museumsfest mit sehr viel Liebe zum Detail. Allein 60 Darsteller in historischen Kostümen sorgen für die richtige Atmosphäre.

Das beginnt schon mit dem Ball am kommenden Samstagabend, der ganz unter dem Motto "St. Petersburger Nächte" steht. "Hier gibt es natürlich auch Spezialitäten aus dem 18. Jahrhundert", verrät Dr. Isabell Immel vom Klingenmuseum, und Achim Stanneck fügt hinzu: "Alles nach historischen Rezepten zubereitet."

Ein russisches Ensemble wird musizieren und es gibt die Gelegenheit, an den höfischen Tänzen teilzunehmen. Am Spieltisch können Rubel aus der kaiserlichen Münzpräge gewonnen werden. Bei einem Schießwettbewerb wird mit Vorderlader-Pistolen auf den Nachbau einer historischen Zielscheibe gezielt. Natürlich darf bei einem solchen Ball auch die Vodkaverkostung nicht fehlen. Der Ball beginnt am Samstag um 19 Uhr und kostet 70 Euro Eintritt. Nur noch wenige Karten sind zu haben (Tel. Achim Stanneck: 01732610352).

Am Sonntag werden die Besucher des Klingenmuseums dann von 11 bis 17 Uhr um 250 Jahre zurückversetzt. Vor dem Museum wachen die Bergischen Landjäger und auf dem Hinterhof hat sich die kaiserliche Handelsmarine eingefunden und wird nicht nur mit Musketen, sondern auch mit Kanonen schießen. Es gibt Musik und höfische Gesellschaftstänze, Fechtvorführungen im historischen Habitus, Besucher können sich am Mäuseroulette beteiligen, und Handwerker geben Einblick in die Arbeit im 18. Jahrhundert, wie ein Porzellanmaler, ein Bereiter von Trinkschokolade und ein Konditor, der Bernsteinpralinen herstellt. Bei der großen Tombola gibt es interessante Preise, wie einen silbernen original Vodkabecher aus dem 18. Jahrhundert oder silberne Rubelmünzen zu gewinnen.

Quelle: RP
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