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Solingen
Senegalesischer Ex-Union-Spieler widerspricht CSU

Solingen. In den 90er Jahren schnürte er über mehrere Jahre seine Fußballschuhe beim damaligen Oberligisten Union Solingen - und auch sonst entsprach Adolphe Diop damals jenen Senegalesen, die CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer zuletzt zum Gegenstand einer politischen Diskussion machte.

In einem öffentlichen Gespräch über die aktuelle Flüchtlingspolitik hatte Scheuer unter anderem gesagt, "das Schlimmste" sei "ein fußballspielender, ministrierender Senegalese, der über drei Jahre da ist, weil den wirst Du nie wieder abschieben".

Eine Äußerung, die Diob, der in seiner Jugend Priester werden wollte, nicht nachvollziehen kann. "Indem er so etwas als Politiker einer Partei mit christlichen Wurzeln sagt, schadet er nicht nur sich selbst, sondern auch der CSU und auch Deutschland", urteilte Adophe Diop jetzt in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" über den CSU-Generalsekretär. Er selbst sei, als er 1992 als 24-Jähriger nach Solingen gekommen sei, mit offenen Armen empfangen worden, betonte Diop, der heute in Hessen eine Sportmanagement-Firma leitet und als Berater von Fußballspielern arbeitet.

Der Kontakt in die Klingenstadt war seinerzeit zustande gekommen, weil Diop aus Solingens senegalesischer Partnerstadt Thiès stammt, wo er vor seinem Umzug nach Deutschland als Profi-Fußballer gespielt hatte.

(or)
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