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Tennisturnier des STC sprengt Rekorde

Tennis: Tennisturnier des STC sprengt Rekorde
Enzo Lazaro Matos Balleux kam mit seinem Vater Kai Thode die rund 400 Kilometer lange Strecke von Weimar nach Solingen gefahren. FOTO: Martin Kempner
Solingen. 155 Teilnehmer starten beim "Stadtwerke Juniors Cup", der elfjährige Enzo Lazaro Matos Balleux hat die weiteste Anreise. Von Georg Amend

Enzo Lazaro Matos Balleux ist tiefenentspannt. Vor seinem Auftaktmatch der Altersklasse U 12 gegen Joshua Finn Kehren gibt er als Ziel an: "Erst mal das Viertelfinale erreichen und dann auf die Auslosung gucken." Eine hochprofessionelle Antwort des Tennis-Talents, das die weiteste Anreise zum Jugendturnier "Stadtwerke Best of Juniors" des Solinger TC hatte: Enzo Lazaro Matos Balleux ist für den TC Weimar gemeldet und hatte so eine rund vierstündige Anreise.

Der etwa 400 Kilometer lange Weg nach Solingen sollte eigentlich mit dem Besuch von früheren Mitspielern verbunden werden. "Aber wir hatten kein Telefonglück", erklärt Vater Kai Thode, der für Bayer als Apotheker arbeitet. Zwar besuchten die beiden zunächst den Ex-Klub von Enzo, die 1. TG Leverkusen, doch zu einem Treffen kam es nicht. "Vielleicht morgen", meint Thode. Sein Sohn, der den Nachnamen der kubanischen Mutter trägt, hatte im Alter von vier Jahren erste Berührungen mit dem Tennissport. "Damals haben wir in Mexiko gelebt, und in der Nähe war ein Tennisplatz mit einem recht alten Trainer - da haben wir ihn dann mal hingebracht", erzählt Thode und Enzo ergänzt: "Der Trainer war mal der beste Mexikaner seiner Zeit." Der rote Sand wie auf der STC-Anlage ist dabei nur "hin und wieder" sein liebster Belag, eigentlich zieht er die Halle vor. Doch auch draußen kam er gestern gut zurecht, siegte 6:1, 6:0.

Das Turnier selber sprengt derzeit alle Rekorde des Klubs. Für die ganze Woche haben 155 Kinder gemeldet", berichtet Katharina Jacob, die Sportliche Leiterin der Widderter. "Das ist Teilnehmerrekord. Im vergangenen Jahr waren es knapp 90. Wir hatten gehofft, dass es diesmal mehr als 100 werden, das es jetzt 155 sind, ist megageil." Dass die Teilnehmerzahl im Vergleich zum Vorjahr nahezu verdoppelt wurde, führt Jacob auf "viel Werbung" zurück. "Wir haben überall Flyer verteilt, sie an Tennisschulen verschickt, über Facebook Werbung gemacht und durch die Kooperation mit dem Böhner-Cup vom TC Rheinstadion auch noch mal zahlreiche Kontakte bekommen. Ich habe bestimmt mehr als 500 Spieler angeschrieben. Ich bin froh, dass wir das zum Wachsen gebracht haben."

Und so gab und gibt es in dieser Woche etliche Teilnehmer von nah und fern: "Aus Koblenz, Straelen, Köln, Leichlingen, Siegburg, Bad Homburg und dem Düsseldorfer Raum haben wir Spieler da - und natürlich aus Weimar", sagt Jacob mit Blick auf Enzo Lazaro Matos Balleux.

Das einzige, was zunächst nicht passte, war das Wetter. Sowohl Montag als auch gestern mussten die Partien immer wieder in die Halle verlegt werden. "Am Montag hatten wir sechs Hallenplätze, weil wir netterweise vom Solinger TB vier zusätzlich zu unseren zweien zur Verfügung gestellt bekommen haben", freut sich Jacob. Das bedeutete allerdings auch einen logistischen Aufwand, denn die jungen Spieler der Altersklassen U 10 bis U 14 mussten ja auch zu den Hallen gebracht werden. "Der Shuttle-Service von Nouvertné war fleißig im Einsatz", sagt Jacob, die selbst immer wieder vorneweg fuhr, weil etliche externe Eltern die Hallen nicht kannten. "Wir haben aber alles gut aufgeteilt, so dass wir alles gut durchkriegen", meint die Sportliche Leiterin.

Quelle: RP
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