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Tönisvorst
Grüne melden sich nach Klausur zurück

Tönisvorst. In die Sommerpause legten die Grünen in Tönisvorst ihre Klausurtagung. Am vergangenen Samstag trafen sich die Spitzen aus Fraktion und Ortsverband, um Projekte zu planen, Ideen zu diskutieren und anzugehen. Erklärtes Ziel war, Wünsche, die von Bürgern an die Grünen herangetragen wurden, zu bündeln. Auch ging es um Ideen der Mitglieder. Auch da müsse man überlegen, wie und ob man sie umsetzt, sagt Fraktionsvorsitzender Jürgen Cox,

Ganz aktuell ist das Thema Zigarettenautomaten in Vorst. Es geht um Zigarettenautomaten direkt am Sportplatz (soll bereits entfernt sein) und neben einer Haltestelle am Vorster Friedhof. Cox kündigt an, eine Anfrage an die Stadt zu stellen. "Wir erwarten, dass die Automaten schnellstens abgebaut werden. Hier werden gezielt Jugendliche und Kinder angesprochen."

Ein weiterer Punkt ist der Umgang mit kampierenden Zirkusleuten. Eine Tierschutzorganisation fragte an, warum Zirkuswagen in der Wasserschutzzone 3 a stehen können. Auch bei einem Zirkus, der in Duisburg gastierte und seine Wagen an der Jahn-Sportanlage parkte, wollen die Grünen wissen, ob die artgerechte Tierhaltung geprüft wurde. Die Grünen wollen erreichen, dass kein Zirkus mit Wildtieren eine Genehmigung zu Gastspielen oder Lagerung erhält. Zum Punkt der Schließung der Post in St. Tönis mahnen die Grünen eine schnellere Information der Bürger, etwa durch den Wirtschaftsförderer, an.

Bei ihren eigenen Themen wollen die Grünen das Thema Photovoltaik-Anlagen erneut diskutieren. Ein weiteres Thema ist die Entwicklung eines Verkehrskonzeptes für ganz Tönisvorst. Kurt Wittmann: "Nicht erst seit dem tragischen Unfall auf der Süchtelner Straße ist uns klar, dass wir ein Gesamtkonzept für den Straßenverkehr in Tönisvorst benötigen. Das letzte ist aus den 90er-Jahren und es hat sich seitdem einiges getan." Allein die zukünftige Belastung des Heckerweges durch das Neubaugebiet Vorst-Nord könne einem angst und bange machen. Aber auch die Überquerung der Hochstraße zur Krefelder Straße sei für Kinder und alte Menschen problematisch. Auch das Thema Fahrradtourismus liegt den Grünen am Herzen. Ralph Thomas, sachkundiger Bürger im Sozialausschuss hat sich einen "Politikpfad" ausgedacht. Auf einer Radtour durch den Ort werden an geeigneten Stellen Politikfelder diskutiert, Ratsbeschlüsse erläutert und Entscheidungswege transparent gemacht. So könne am ehemaligen Daihatsu-Gebäude die örtliche Flüchtlingspolitik thematisiert werden oder im Gewerbegebiet der Konflikt mit dem Wasserschutz.

(hb)
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