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Schwalmtal
Gold aus Australien lockt

Schwalmtal. Goldnuggets aus Australien, blauer Bernstein aus Mexiko, Rohopale aus Äthiopien – die Mineralien- und Fossilienbörse in Waldniel hielt so manche besondere Überraschung bereit. Von Natascha Becker

Mit Tausenden von Objekten hatten sich gestern 24 Händler aus Deutschland, den Niederlanden, Polen und Äthiopien eingefunden. "In diesem Jahr sind wir mit der Ausstellerqualität sehr zufrieden. Wir haben viele interessante Sachen dabei", freut sich Börsenleiter Manfred Kortholz beim Gang über die Börse. Im Lampenlicht glitzern und strahlen die Mineralien um die Wette. Fossilien werden ins rechte Licht gerückt und lassen filigrane, Jahrtausende alte Ein- und Ablagerungen bestens sehen.

Seelilie in Schiefer

"Das ist zum Beispiel eine Seelilie in Schiefer aus der Schweiz", erklärt Ausstellerin Ursula Müller-Zick einem Betrachter. Aber auch der Kopffüßler aus der Eifel, mindestens genau so selten wie die Seelilie, fasziniert. Marie hingegen wird von den Überraschungspäckchen für 50 Cent angezogen. Zwei bunte verpackte Pakete wählt die Zwölfjährige aus dem großen Schraubglas aus. "Ein Azurit", strahlt sie beim Öffnen. Den habe sie noch nicht in ihrer Sammlung, die sie seit drei Jahren führt.

"Mein Opa sammelt, und er hat mir die ersten Steine geschenkt. So habe ich angefangen", erinnert sich Marie, während sie die nächste kleine Überraschungskiste auspackt, die einen Pyrit enthält. "Das sind nette Kleinmineralien, was besonders bei den Kindern gut ankommt", weiß Gerd Cleve, der die Päckchen anbietet. Sein persönliches Highlight inmitten seiner Sammlung ist der 30 Gramm schwere Goldnugget aus Australien, den er für 500 Euro anbietet.

Auf der Suche nach Heilsteinen ist Marina Honold. "Meine Leidenschaft sind Mineralien und Kristalle. Hier kann ich die Seele baumeln lassen", strahlt die Niederkrüchtenerin, die bereits ein Stäbchen mit Robinstücken gefunden hat. Rubin heile viele Herzgeschichten, meint Honold. Jetzt fehlten ihr noch die richtigen Opale, die Lebensfreude vermittelten und gute Blockadenknacker seien. In Sachen Steinheilkunde ist Ausstellerin Danilea Käufler die richtige Ansprechpartnerin.

Nach einer Ausbildung zur Steinheilkundlerin ist sie im Mineralienhandel tätig. Was es mit dem Aventurin auf sich hat, erklärt sie einer Besucherin. "Der Aventurin beruhigt", sagt sie und legt den Stein in die ausgestreckte Hand. Wenn er sich relativ schnell in der Hand erwärme, dann sei er der Richtige. Zu sehen gibt es reichlich, die Zahl der Fachgespräche mit Besuchern reißt nicht ab. Mineralien und Fossilien üben nun einmal eine ungeheuere Faszination aus.

Quelle: RP
 
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