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Wassenberg
Walzer-Seligkeit in der alten Kirche

Wassenberg: Walzer-Seligkeit in der alten Kirche
Ein aufmerksames Publikum fanden Chor und Instrumentalisten beim Sommerkonzert des Vereins Pro Musica in der alten Kirche Steinkirchen. FOTO: Jürgen Laaser
Wassenberg. Stimmungsvoller "Musikalischer Sommerabend" in Steinkirchen mit Pro Musica zum Sparkassen-Stiftungsjubiläum. Von Philipp Schaffranek

Zu einem musikalischen Sommerabend lud der Erkelenzer Chor von Pro Musica in die Steinkirchener Kirche. Das Konzert war Teil der Begegnungswoche im Rahmen des 25-jährigen Bestehens der Sparkassen-Stiftung.

Mit gutem Grund: Im Jahr 2011 gewann der Verein Pro Musica aus Erkelenz nämlich den Begegnungspreis der Sparkassen-Stiftung für sein Engagement im Zeichen der Völkerverständigung. Mit der Klavierschülerklasse von Gaby und Josef Paczyna der Kreismusikschule Heinsberg organisiert Pro Musica bis heute einen wechselseitigen Austausch von Musikschülern zwischen dem polnischen Breslau und Erkelenz. Der Austausch umfasst auch gemeinsame Konzerte in beiden Ländern.

Bei dem musikalischen Sommerabend in der früheren Kirche durfte der Chor "Le Colisée" von Pro Musica das Prater Quartett begrüßen. Krankheitsbedingt fehlte einer der vier Polen, so dass aus dem Quartett ein Trio wurde. Eigentlich sollte ein Instrumental-Ensemble der Karol Lipinski Musikhochschule Breslau an dem Konzert in der in Kerzenschein getauchten alten Kirche mitwirken. Die Breslauer Musiker hatten allerdings wegen anstehender Prüfungen abgesagt. "Wir wollen den Abend mit leichter Musik gestalten", sagte Dr. Thomas Kalisch, der 1. Vorsitzende von Pro Musica.

Dies gelang mit den ruhigen und lockeren Stücken "I will sing with the Spirit" und "All Things bright and beautiful" von John Rutter. Unter der Leitung von Josef Paczyna schaffte es der Chor, eine sommerliche Atmosphäre herzustellen im stimmungsvollen Ambiente der Steinkirchener Kirche, die heute nur noch für kulturelle Veranstaltungen genutzt wird. Thomas Hansen begleitete den Chor auf dem Klavier. Mit Bass- und Tenorgesang begann das sakrale "Save on this shining Light" von Morton Lauritzen. Dazu mischten sich nach den Anfangstakten die hohen und tieferen Frauenstimmen.

Das Prater Trio erfreute das Publikum in der vollbesetzten Kirche mit einer unkonventionellen Kombination. Spätestens nach dem ersten Stück, einem Potpourri aus Emmerich Kalmans Operette "Die Csardasfürstin", wussten die Zuhörer, dass auch ein Trio aus Gitarre, Geige und Kontrabass funktioniert. Mit viel Spielwitz interpretierten die polnischen Musiker ein Walzer-Potpourri von Johann Strauß und das Wiener Lied "Im Prater blühen wieder die Bäume".

Unterhaltsam war auch das Stück "Bei Dir war es immer so schön", eine Slow Swing Nummer. Als Abschlussstück hatten beide Musikgruppen das Stück "Hallelujah" der israelischen Band "Milk & Honey" ausgewählt. Mit diesem hatte Israel 1979 den Eurovision Song Contest gewonnen. Das Stück kam so gut an, dass es als Zugabe gleich ein zweites Mal angestimmt werden musste. Dann mit rhythmischem Klatschen der Zuhörer.

Der Dank seitens Pro Musica galt der Sparkasse Heinsberg, die das Konzert ermöglicht hatte, und der Familie Küppers, die sich engagiert um das Programm in der Kirche kümmert und den Raum für das Konzert hergerichtet hatte.

Quelle: RP
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