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Wegberg
Romane nah an der Realität

Wegberg: Romane nah an der Realität
War 48 Jahre lang Pilot und ist nun Autor: Detlef W. Haas hat nach seinem Berufsleben bereits sieben Bücher verfasst. FOTO: UWE HELDENS
Wegberg. Autor Detlef W. Haas hat im Anschluss an sein spannendes Berufsleben als Pilot insgesamt sieben Bücher verfasst. Von Nicole Peters

Die Begabung für das Schreiben hat Detlef W. Haas in früherer Zeit genutzt: "Es ist mir stets leicht gefallen, Schriftsätze zu verfassen", berichtet er. Anlass, das Talent in größerem Umfang einzusetzen, war die anstehende Goldhochzeit mit seiner damaligen Frau gewesen. "Das erste Buch war nicht für die Öffentlichkeit gedacht, sondern als Überraschung für sie", sagt der ehemalige Pilot, der 48 Berufsjahre erlebte. Als sie vor dem starb schrieb er es um. Das Buch kam so gut bei ehemaligen Kollegen an, dass eine zweite Auflage des Erstlingswerkes erschienen ist. Mit einem zusätzlichen Kapitel über die Besatzung.

"In meinen Büchern schreibe ich über Dinge, die sich tatsächlich ereignet haben oder ereignen könnten", erläutert er. Sie seien immer nah an der Realität. Alle Themen sind von seinen Reisen auf allen Kontinenten beeinflusst. Von 1960 bis 1969 hat er als Pilot bei der Luftwaffe gedient und war später in der Zivilfliegerei als Pilot sowie Instruktor und Sachverständiger des Luftfahrt-Bundesamtes tätig: 31.300 Flugstunden auf Strahlflugzeugen kamen zusammen.

Im Anschluss arbeitete er im Alter von 65 bis 67 Jahren als Sachverständiger und Simulator-Lehrer. "Gerne gebe ich meine Erfahrungen weiter", betont er, und vor allem im ersten Buch finden sich autobiografische Züge wieder. Im zweiten greift er soziale Ungleichheit am Beispiel des Protagonisten auf, der sich durch eine andere Identität die Möglichkeit erschlichen hat, Karriere zu machen. Um Drogenproblematik geht es in der dritten Veröffentlichung, die sich hauptsächlich auf Südamerika bezieht. Im vierten Werk spielt er die Forderung aus der Wissenschaft nach einer bemannten Reise zum Mars ohne Wiederkehr durch - ohne den Leser mit technischen Details zu überfordern. Die romanhafte Geschichte "Der Gentleman-Killer vom Hindukusch" bezieht sich auf Erfahrungsberichte eines Notarztes, der für die Bundeswehr in Afghanistan war, sowie auf Fakten zur politischen Situation.

In der Ausspruch-Sammlung "Hugh! Ich habe gesprochen" lässt Haas bekannte Persönlichkeiten zu unterschiedlichen Themen zu Wort kommen und führt Sprichworte aus der ganzen Welt an. Es handelt sich um die Ausgabe, die bisher am stärksten nachgefragt wurde. In der letzten Veröffentlichung orientierte er sich an Tatsachen zu wirtschaftlichen Ereignissen, die er romanhaft dargebracht hat. Die Idee für das nächste Werk habe er bereits, so wird er das Verhältnis zwischen Schüler und Lehrer thematisieren. Allen interessierten Lesern gibt er einen Tipp für die Lektüre der Bücher mit: "Am besten lesen, weglegen und später nochmals lesen, um die Feinheiten zu entdecken."

Quelle: RP
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