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Wegberg
Trinkwasser fließt auch bei Stromausfall

Wegberg: Trinkwasser fließt auch bei Stromausfall
Kreiswasserwerk-Geschäftsführer Michael Leonards (3.v.r.) erläuterte den CDU-Politikern Dr. Gerd Hachen (l.), Bernd Krückel (2.v.l), Thomas Schnelle (2.v.r.) und Wilfried Oellers (r.) die Technik im Uevekovener Wasserwerk. FOTO: Uwe Heldens
Wegberg. Wasserwerk-Chef Michael Leonards informierte CDU-Politiker in Uevekoven über die "Produktion" von Trinkwasser. Von Michael Heckers

Über prominenten Besuch freute sich Geschäftsführer Michael Leonards vom Kreiswasserwerk Heinsberg: Im Uevekovener Wasserwerk begrüßte der Geschäftsführer die heimischen CDU-Politiker Wilfried Oellers aus dem Bundestag und die Landtagsmitglieder Bernd Krückel und Dr. Gerd Hachen sowie Landtagskandidat Thomas Schnelle. Nach einer Klausurtagung hatten die Unionspolitiker den Wunsch, sich vor Ort von einem Experten einmal genauer über die "Produktion" des Grundnahrungsmittels Wasser informieren zu lassen.

Leonards erklärte den CDU-Politikern, dass das Kreiswasserwerk Heinsberg insgesamt 130.000 Einwohner in den Städten Erkelenz, Hückelhoven, Wegberg und Wassenberg mit frischem Trinkwasser versorgt. Wie das Wasser aufbereitet und von leistungsstarken Pumpen in das Trinkwassernetz eingespeist wird, erklärte Leonards während eines Rundgangs durch das Uevekovener Wasserwerk. Dabei antwortete er auf die Frage von Dr. Gerd Hachen, was bei einem Stromausfall passiert: "Die Trinkwasserversorgung der Bevölkerung ist selbst bei einem längeren Stromausfall sichergestellt. Dafür sorgt ein Notstromaggregat, das mindestens einmal pro Woche auf seine Funktion getestet wird." Leonards erläuterte auch, dass in den übrigen Städten und Gemeinden des Kreises Heinsberg das Verbandswasserwerk Gangelt, die Stadtwerke Heinsberg, das Gemeindewasserwerk Waldfeucht und in Übach-Palenberg das Unternehmen Enwor aus Herzogenrath für die Trinkwasserversorgung verantwortlich sind. Im Ausschreibungsverfahren für die Wasserkonzession in Übach-Palenberg sei das Kreiswasserwerk inzwischen nicht mehr im Rennen, sagte Leonards, weil die Auswahlkriterien der Stadt offensichtlich auf Enwor zugeschnitten seien. CDU-Kreisvorsitzender Bernd Krückel kritisierte das: "Übach-Palenberg hätte gut daran getan, sich einem im Kreis Heinsberg ansässigen Versorger anzuschließen", sagte er. Das Kreiswasserwerk habe seine Leistungsfähigkeit längst unter Beweis gestellt. "Und uns ist an einer regionalen Sicherstellung der Wasserversorgung gelegen", sagte Krückel. Das Unternehmen Enwor aus Herzogenrath sei eine viel größere Konstruktion und bewege sich in einem "viel schwierigeren gesellschaftlichen Umfeld", sagte Krückel.

Mit Sorge betrachteten die CDU-Politiker bei ihrem Besuch im Uevekovener Wasserwerk die offensichtlichen Versäumnisse beim Thema Deichschutz in den vergangenen Jahren. Die rot-grüne Landesregierung und die zuständige Bezirksregierung hätten zu verantworten, dass in diesem Bereich in den vergangenen Jahren viel zu wenig Geld investiert worden sei. Diese Defizite bekämen unter anderem die Städte Wesel und Hamminkeln sowie Gemeinden entlang des Rheins und seines Zuflusses Issel zu spüren. "Das ist eine tickende Zeitbombe", sagte Krückel.

Zum Thema Nitrat-Belastung des Grundwassers warfen die Unionspolitiker die Frage auf, warum die technischen Möglichkeiten wie GPS-Ortung, die in den benachbarten Niederlanden üblich seien, in Nordrhein-Westfalen nicht angewandt werden. "Das ist aus uns nicht verständlichen Gründen eingestellt worden", sagte Bernd Krückel. Beim Thema Düngertourismus gehe es schließlich darum, schwarzen Schafen das Handwerk zu legen.

Quelle: RP
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